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Nordex: Windpark am Kap der guten Hoffnung und weitere Analysten-Meinungen

Hamburg/Münster - Nordex kann sich über eine neue Windpark-Inbetriebnahmen in Südafrika freuen. Am Kap der guten Hoffnung drehen nun weitere Anlagen des Herstellers. Die Chancen auf diesem Kontinent stehen für Nordex ohnehin gut.

Auch die Nordex-Aktie sorgt weiter für Gesprächsstoff. Weitere Analysten haben auf die in der vergangenen Woche vorgelegten Zahlen reagiert. Die aktuellen Einstufungen wurden durch Oddo Seydler und Commerzbank vorgenommen. Ein zusätzlicher Kommentar springt dabei besonders ins Auge.

Nordex Südafrika: "Amakhala Emoyeni" ist am Netz

Die Nordex-Gruppe hat den bisher größten Windpark des Unternehmens in Südafrika mit 134,4 MW Nennleistung erfolgreich ans Netz gebracht. Die Errichtung hatte der Hersteller bereits im Juni abgeschlossen, bevor der Park Mitte Juli die Netzanschlusstests bestanden hatte. Nun hat der Kunde Cennergi, ein Joint Venture aus Exxaro und Tata Power, die Turbinen offiziell in Betrieb genommen. Der Windpark "Amakhala Emoyeni" liegt in der Eastern-Cape-Provinz zwischen Bedford und Cookhouse und besteht aus 56 Turbinen vom Typ N117/2400. Im Rahmen der schlüsselfertigen Errichtung hat die Nordex-Gruppe neben der Lieferung und dem Aufbau der Anlagen auch Straßen- und Fundamentlegung und Verkabelung des Parks verantwortet. Für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren übernimmt der Hersteller nun die Wartung der Turbinen.

2012 war die Nordex-Gruppe mit 40 Anlagen N100/2500 für den 100-MW-Windpark "Dorper" in den jungen Wachstumsmarkt am Kap der guten Hoffnung eingetreten und hat seitdem mehrere Projekte erfolgreich umgesetzt. Die Erweiterung des Produktportfolios um die Anlagen von Acciona Windpower hat die Chancen der Nordex-Gruppe in Südafrika nochmals verbessert. Insbesondere die Betontürme, die kostengünstig und lokal produziert werden können, bieten eine interessante Lösung für das Land.

Barclays-Analyst überarbeitet Kommentar

Die Investmentbank Oddo Seydler hat am Mittwoch die Einstufung für Nordex auf "buy" mit einem Kursziel von 39 Euro bestätigt. Den Kursrückgang nach starken Resultaten für das erste Halbjahr halte Analyst Stephan Wulf für unberechtigt.
Die Commerzbank hat die Einstufung für Nordex ebenfalls auf "buy" mit einem Kursziel von 37 Euro belassen. Für mutige Anleger habe sich einmal mehr eine Einstiegsgelegenheit eröffnet, meint Analyst Sebastian Growe.
Besonders interessant ist der Kommentar von Barclays-Analyst David Vos. Dieser hatte das Nordex-Papier bereits am vergangenen Freitag (29.08.2016) bewertet ("overweight", Kursziel: 29,50 Euro) und dabei erklärt, dass das Management des Windkraftanlagenherstellers an seiner Kommunikation arbeiten müsse, um die Glaubwürdigkeit nicht zu beschädigen. Doch in der neuen Analyse von Mittwoch (03.08.2016) ist davon keine Rede mehr. Zwar bleiben Einstufung und Kursziel unverändert, doch nun habe ein Gespräch mit Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold den Analysten in seiner Einschätzung der Aktie bestärkt. Seit der Zahlenvorlage am 28. Juli habe die Aktie des Windturbinenherstellers deutlich mehr verloren als der Index der europäischen Investitionsgüterhersteller. Die Kursschwäche sei eine Kaufgelegenheit, so Vos.

© IWR, 2016

05.08.2016