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UN: Ban Ki-moon optimistisch für Paris-Klimavertrag

New York – Zur heutigen Generaldebatte bei den Vereinten Nationen in New York ist in Bezug auf den Pariser Klimavertrag eine wichtige Hürde genommen worden. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zeigt sich optimistisch, dass der Vertrag noch in diesem Jahr in Kraft tritt.

Der Weltklimavertrag tritt in Kraft, wenn ihn mindestens 55 der 186 teilnehmenden Staaten (inkl. EU) ratifiziert haben, die gemeinsam mindestens 55 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen produzieren. Heute wurde die erste der beiden Bedingungen erfüllt.

60 Staaten haben den Klimavertrag ratifiziert

Zur heutigen Generaldebatte der Vereinten Nationen haben 31 weitere Staaten den Weltklimavertrag ratifiziert. Damit sind insgesamt 60 Staaten dem Vertrag beigetreten, was die erste der zwei Bedingungen erfüllt, nach denen der Vertrag in Kraft tritt. Auf die 60 beigetretenen Staaten entfallen zusammen knapp 48 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. Während der UN-Generaldebatte kündigten zudem weitere Staaten an den Vertrag noch im laufenden Jahr zu ratifizieren, darunter Australien, Thailand und Süd Korea.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zeigt sich demnach optimistisch, dass der UN-Klimavertrag noch vor der 22. UN-Klimakonferenz (COP 22) in Marrakesch und damit noch in diesem Jahr in Kraft treten wird. „Ich bin immer stärker davon überzeugt, dass der Pariser Klimavertrag in diesem Jahr in Kraft tritt“, so Ban Ki-moon. Auch US-Außenminister John Kerry zeigte sich optimistisch und rief vor allem den privaten Sektor zu Investitionen auf. Die Regierungen werden den Klimawandel nicht verhindern, so Kerry, sondern der private Sektor mit Investitionen und Innovationen.

Deutschland hat den Klimavertrag noch nicht ratifiziert

Der Energiewende-Vorreiter Deutschland hat den Klimavertrag dagegen noch nicht ratifiziert. Nachdem die derzeit größten Klimasünder USA und China mit gutem Beispiel vorangegangen sind, will die Bundesregierung die Ratifizierung allerdings nun vorziehen. Medienberichten zufolge ist die Verabschiedung durch den Bundestag nun bereits für Donnerstag (22.09.2016) vorgesehen. Bereits am Freitag (23.09.2016) soll auch der Bundesrat sein „okay“ geben.

© IWR, 2016

21.09.2016