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VSB und Sabowind erhalten Genehmigung für Windpark

Dresden/Freiberg – Der Ausbau der Windenergie in Sachsen-Anhalt geht weiter. Der Projektentwickler VSB aus Dresden und Sabowind aus Freiberg haben die Genehmigung für einen weiteren großen Windpark erhalten.

Der Windpark soll im Landkreis Wittenberg im Osten von Sachsen-Anhalt entstehen. Genehmigt wurden der Bau und der Betrieb von insgesamt zwölf Windenergieanlagen.

Dessau-Wörlitzer Gartenreich: Umplanung wegen des UNESCO-Welterbes

Die Planungen für den Windpark am Standort Coswig-Luko mit einer Leistung von 30 MW gehen auf das Jahr 2010 zurück. Die Inbetriebnahme ist für September 2017 geplant. Die Investoren VSB Neue Energien Deutschland GmbH und Sabowind GmbH wollen mit den bauvorbereitenden Maßnahmen voraussichtlich im März 2017 beginnen. Der Standort ist eine ausgewiesene Windeignungsfläche ohne Höhenbegrenzung. Aufgrund des in 10 km Entfernung liegenden Gartenreichs Dessau-Wörlitz wurden jedoch Umplanungen notwendig, um den Welterbestatus der historisch bedeutsamen Kulturanlage nicht zu gefährden. Im November 2016 schlossen die Projektentwickler dazu mit der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt einen Kompromiss. Genehmigt sind dementsprechend Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von 180 Metern.

Nebeneinander von Denkmalschutz und Windkraft ist möglich

Der Windpark wird damit von ebenerdigen Standpunkten im Gartenreich Dessau-Wörlitz nicht mehr wahrnehmbar sein. Markus Brogsitter, Geschäftsführer VSB Neue Energien Deutschland GmbH, hält fest: „Der Kompromiss zeigt, dass Lösungen für das Nebeneinander von Denkmalschutz und Windkraft möglich sind. Dies war zu jedem Zeitpunkt im Planungsverfahren unser wichtigstes Anliegen.“

Dr. Rainer Sack, Geschäftsführer der Sabowind GmbH, ergänzt: „Wir danken allen Gesprächspartnern, Institutionen und besonders der Stadt Coswig für die konstruktive Verständigung und rasche Entscheidung.“ Im Anschluss an die Inbetriebnahme übernehmen die VSB Gruppe und die Sabowind Service GmbH das technische und kaufmännische Management der zwölf Windkraftanlagen.

© IWR, 2016

23.12.2016