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Deutschland will Erneuerbare-Energien-Zusammenarbeit mit Indien vertiefen

Berlin/Bad Staffelstein/Mumbai – Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach dem durchwachsenen G7-Gipfel auf Sizilien zu Beginn dieser Woche hohen Besuch aus Indien: Premierminister Narendra Modi hat im Rahmen der 4. Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen eine Reihe von Abkommen unterzeichnet. Es ging auch um erneuerbare Energien.

Merkel hatte nach Nato- sowie G7-Gipfel indirekt die nachlassende Zuverlässigkeit in der Zusammenarbeit mit der aktuellen US-Regierung unter Präsident Donald Trump bemängelt. Während Trump insbesondere auch beim Klimaschutz bremst, steht dieses Thema bei Indiens Premier Modi ziemlich weit oben auf der Agenda.

Merkel beeindruckt von Indiens Ausbau der regenerativen Energien

Rund 13 Abkommen allein auf Regierungsebene wurden bei den Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen am Dienstag (30.05.2017) unterzeichnet. Im Fokus der gemeinsamen Beratungen standen regionale und globale Fragen der Klima-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik. Dabei geht es beispielsweise auch um die deutsch-indische Entwicklungszusammenarbeit für Nachhaltige Stadtentwicklung.

Neben den Abkommen in den Bereichen "Smart Cities" und Verkehrskooperationen hob Bundeskanzlerin Merkel explizit die Zusammenarbeit bei den erneuerbaren Energien hervor. Angesichts der großen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel sei es beeindruckend, wie Indien den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunige: "Ich freue mich, dass Indien das Pariser Abkommen sehr intensiv und engagiert umsetzt", so Merkel.

Solarprojekt in Rajasthan belegt regenerative Energiekooperation

Dass die deutsch-indische Partnerschaft im Bereich erneuerbare Energien auch Früchte trägt, zeigt ein konkretes Praxisbeispiel. Der bayerische Photovoltaik-Spezialist IBC Solar hat nun bereits die sechste Photovoltaikanlage im nordwestindischen Rajasthan fertiggestellt. Das Projekt Phalodi mit einer Leistung von 22,5 Megawatt (MW) wurde in Betrieb genommen und dem Investor übergeben. Die neue Freiflächenanlage befindet sich in der Nähe von Phalodi im Bundesland Rajasthan, das über eine der größten installierten Solarleistungen in Indien verfügt.

Das Projekt war eine Kooperation von IBC Solar Projects aus Mumbai und dessen deutscher Muttergesellschaft. Während IBC Solar in Indien Projektleitung und Verantwortung übernahm, war die Entwicklung und die technische Überwachung in der Hand der deutschen Muttergesellschaft, die auch einige wichtige Komponenten zur Verfügung stellte. Kunde des Projekts ist die breit aufgestellte LN Bangur Group, die bereits im Rahmen mehrerer anderer Großprojekte mit IBC Solar zusammengearbeitet hat.

© IWR, 2017

31.05.2017