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EnBW findet Co-Investor für Offshore-Windpark Albatros

Karlsruhe – Der süddeutsche Energieversorger EnBW hat für den Nordsee-Windpark Albatros einen Investor gefunden. Der Geldgeber aus Kanada ist bereits im benachbarten Windpark Hohe See investiert.

Nachdem EnBW Anfang Mai die finale Bau- und Investitionsentscheidung getroffen hatte, steht für den 112-Megawatt(MW)-Windpark Hohe See nun auch der Co-Investor fest. Das kanadische Energieinfrastruktur-Unternehmen Enbridge Inc. steigt in das Offshore-Projekt ein.

Enbridge und EnBW wollen Albatros und Hohe See gemeinsam realisieren

Enbridge übernimmt 49,9 Prozent an Albatros, EnBW behält die restlichen 50,1 Prozent. Damit weiten EnBW und Enbridge ihre Zusammenarbeit auf ein zweites Offshore-Projekt aus und werden nun beide Projekte, nämlich EnBW Hohe See und EnBW Albatros, aus einer Hand gemeinsam realisieren. Das vereinbarte Beteiligungsmodell sieht vor, dass die beiden Partner die weitere Projektrealisierung von Bau bis zur Inbetriebnahme gemeinsam begleiten und finanzieren werden.

EnBW wird alle Aktivitäten während der weiteren Realisierung der Projekte steuern und überwachen. Enbridge beteiligt sich an der Projektentwicklung mit eigenen Mitarbeitern, die an zentraler Stelle in das EnBW-Projektteam eingebunden werden. Die Betriebsführung und Wartung der fertigen Windparks wird die EnBW auf Basis eines langfristigen Service-und Managementvertrags übernehmen.

Siemens beliefert Albatros als Full-Scope-Auftrag

Der Offshore-Windpark Albatros befindet sich in der Nordsee in unmittelbarer Nachbarschaft zu den EnBW Windparks Hohe See und He Dreiht auf einer Parkfläche von 11 Quadratkilometern. EnBW hatte vor kurzem Siemens Gamesa einen umfassenden Full-Scope-Auftrag erteilt, der u.a. die Lieferung der Turbinen, der Fundamente sowie der Umspannplattform erteilt. Es kommen 16 Windturbinen des Typs Siemens SWT-7.0-154 mit einer Gesamtleistung von 112 Megawatt (MW) zum Einsatz.

Das Projekt verfügt bereits über eine verbindliche Netzanschlusszusage und wird nun gemeinsam mit dem im Dezember 2016 beschlossenen Windpark Hohe See als Gesamtprojekt mit insgesamt 610 MW gebaut. Nach der für 2019 geplanten Inbetriebnahme werden Hohe See und Albatros zusammen jährlich rund 2,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen. Das entspricht rechnerisch dem Stromverbrauch aller Privathaushalte in Deutschlands drittgrößter Stadt München.

© IWR, 2017

09.06.2017