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Niedersachsen legt Bericht zur Energiewende vor

Hannover - Nach dem Beschluss der niedersächsischen Landesregierung über das Leitbild einer nachhaltigen Energie- und Klimaschutzpolitik hat Umweltminister Stefan Wenzel in Hannover erstmalig einen Energiewendebericht vorgelegt. Allerdings sind nicht alle Zahlen auf dem aktuellen Stand.

Im Jahr 2016 hat die niedersächsische Landesregierung beschlossen, einen Bericht zum Stand der Energiewende vorzulegen. Umweltminister Wenzel spricht von der "Chronik einer sanften Revolution im niedersächsischen Energiesektor".

Niedersachsen bundesweit an der Spitze bei Onshore-Windenergie und EE-Arbeitsplätzen

Das Bundesland Niedersachsen sieht sich bei der Energiewende im bundesweiten Vergleich gut aufgestellt. 2015 stammten bereits mehr als 40 Prozent der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien. "Bei der Windenergie und den Beschäftigtenzahlen durch regenerative Energien hat Niedersachsen im Bundesvergleich ganz klar die Nase vorn", sagte Umweltminister Wenzel. „Rechnerisch stammt schon jetzt mehr als jede zweite zwischen Nordsee und Harz verbrauchte Kilowattstunde aus Grünstrom Made in Niedersachsen. Damit erfüllen wir bereits heute die Zielmarke, die sich der Bund erst in 20 Jahren gesteckt hat."

Ausstieg aus der Braunkohle-Verstromung in Niedersachsen

Im Oktober 2016 erfolgte die Überführung des Braunkohlekraftwerks Buschhaus in die Sicherheitsreserve. „Damit hat der Ausstieg aus der Kohleverstromung in Niedersachsen schon begonnen. Es gilt nun, diesen Weg über einen mit allen betroffenen Akteuren verhandelten Abbaupfad sozialverträglich fortzusetzen", so Wenzel. Spätestens 2021 und 2022 werden die Kernkraftwerke in Grohnde und im Emsland den Leistungsbetrieb einstellen. Das schafft mehr Platz für die erneuerbaren Energien, so das Ministerium.

Über den niedersächsischen Bericht zur Energiewende

Der Energiewendebericht greift größtenteils zurück auf die statistischen Abfragen und Auswertungen zu Energieträgern durch das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Die im Bericht dargestellten Kennzahlen und Fakten beziehen sich auf die Jahre 2014 bis 2016 und weisen damit unterschiedliche Aktualitäten aufgrund verschiedener Datenquellen auf.

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16.08.2017