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Onshore Ausschreibungen

Mit der am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) ist in Deutschland für Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien ein Systemwechsel von einem preisbasierten System mit festen Vergütungen auf ein Ausschreibungssystem verbunden. Dies gilt auch für Windenergieanlagen (WEA) an Land. Gemäß EEG 2017 unterliegen alle Onshore-WEA mit einer Leistung von über 750 Kilowatt (kW) der Ausschreibungspflicht. Gebotstermin für die erste Ausschreibung nach dem EEG 2017 mit einem Gesamtvolumen von 800 Megawatt (MW) war der 1. Mai 2017. Der Höchstwert für die Ausschreibung beträgt gemäß § 36 Abs. 1 EEG 7,0 Cent / kWh.

Nach den aktuellen Ausschreibungsergebnissen liegt der durchschnittliche Zuschlagswert mit 5,71 Cent / kWh deutlich unter diesem Höchstwert. Insgesamt wurden von der  Bundesnetzagentur im Zuge des ersten Ausschreibungsverfahrens für WEA an Land 70 Gebote mit einem Gebotsumfang von 807 MW bezuschlagt. Eingereicht wurden 256 Gebote mit einer Gesamtleistung von 2.137 MW. Unter den bezuschlagten Geboten befinden sich mit einem Anteil von über 90 Prozent größtenteils Projekte von Bürgerenergiegesellschaften. Diese wurden im Rahmen der Ausschreibung bei der bezuschlagten Höhe des Gebotswertes nach dem Einheitspreisverfahren gesondert berücksichtigt.

2017 finden noch zwei weitere Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land statt (Gebotstermine 1. Aug / 1. Nov 2017).

Eckdaten Ausschreibungen Onshore-Windenergie 2017 (EEG 2017)

  1. Mai 2017
1. Aug 2017
1. Nov 2017
Volumen ausgeschrieben (MW) 800 1.000 1.000
Vol. Gebote eingereicht (MW) 2.137    
Zuschlagsmenge (MW) 807    
Anzahl Zuschläge 70    
Ø Vergütungshöhe (ct/kWh) 5,71    
Daten: Bundesnetzagentur