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Innogy-Aufsichtsrat wählt Eon-CEO Teyssen zum Aufsichtsratschef

© Innogy SE© Innogy SEEssen - Im Rahmen der Innogy-Übernahme durch Eon hat es weitere Personalentscheidungen gegeben. Zum neuen Vorsitzenden des Innogy-Aufsichtsrates wurde der Eon-Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen gewählt. Fast der gesamte bisherige Innogy-Vorstand scheidet aus.

Der Umbau von Eon und RWE im Zuge der Innogy-Übernahme schreitet schnell voran. Mit der Wahl von Eon-CEO Johannes Teyssen zum Chef des Aufsichtsrates sowie umfangreiche Umstrukturierungen im Aufsichtsrat und Vorstand geht die Zerschlagung von Innogy auf der Führungsebene in die nächste Phase. Zum Monatswechsel wurden bereits die regenerativen Assets von Eon an RWE übertragen. Die Innogy-Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien folgen im nächsten Jahr.

Teyssen wird Innogy-Aufsichtsratschef - Vorstand nur noch mit drei Mitgliedern
Der Innogy-Aufsichtsrat hat den Eon-CEO Johannes Teyssen zum neuen Innogy-Aufsichtsratschef gewählt. Teyssen löst Erhard Schipporeit ab, der nach der Übernahme von Innogy durch Eon zusammen mit den weiteren Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat sein Mandat niedergelegt hat.

Der Aufsichtsrat beschloss auch Veränderungen im Innogy-Vorstand, der künftig nur noch aus drei Mitgliedern besteht. Neuer Vorstandsvorsitzender der Innogy SE wird Leonhard Birnbaum, der zudem die Verantwortung für das Netz- und Vertriebsgeschäft von Innogy übernimmt. Er bleibt zugleich Mitglied des Eon-Vorstands und verantwortet in dieser Funktion die Umsetzung der Integration von Innogy. Birnbaum löst als Vorstandsvorsitzender Uwe Tigges ab, dessen Bestellung - ebenso wie die der Vorstandsmitglieder Hans Bünting, Arno Hahn, Martin Herrmann und Hildegard Müller – nach Angaben von Eon in beiderseitigem Einvernehmen beendet wurde. Der bisherige Finanzvorstand von Innogy, Bernhard Günther, bleibt Finanzvorstand und übernimmt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben das Personalressort. Zudem berief der Aufsichtsrat Christoph Radke, bisher Abteilungsleiter im Rechtsbereich sowie Geschäftsführer diverser Konzerngesellschaften von Eon, zum weiteren Vorstandsmitglied von Innogy. Radke wird unter anderem die Verantwortung für das Geschäft mit Erneuerbaren Energien sowie für alle Rechts- und Compliance-Themen und den Einkauf übernehmen.

Eon hat Erneuerbare Energien an RWE übertragen
Im Zuge der Transaktion zur Übernahme und Integration von Innogy sind zum 01. Oktober 2019 die Eon-Geschäfte im Bereich Erneuerbaren Energien (Eon Climate & Renewables) an RWE übergegangen. Insgesamt wurden von Eon in den letzten Jahren weltweit rd. 9.000 Megawatt (MW) an Erneuerbare-Energien-Projekten realisiert oder sind aktuell im Bau. Davon sind 6.800 Megawatt im Eigentum von Eon, die mit mehr als 1.600 Mitarbeitern an RWE übergegangen sind. In grüne Energieprojekte, einen Schwerpunkt der Wachstumsstrategie des Unternehmens, hat Eon nach eigenen Angaben mehr als 12 Milliarden Euro investiert.

Zum Portfolio, das an RWE übertragen wurde, gehören u.a. große Onshore- Windparks wie Roscoe in Texas, der bei seiner Fertigstellung im Jahr 2009 mit 782 MW der größte Onshore-Windpark der Welt war. Mit dem schwedischen 475-MW-Windpark Nysäter hat Eon zuletzt den Bau eines der größten Onshore-Projekte in Europa begonnen. Aktuell wird die Expansion nach Japan, Mexiko, Chile und Australien vorbereitet. Zudem hat Eon ein starkes Standbein auf dem Gebiet der Offshore-Windenergie aufgebaut. Mit dem 2013 fertiggestellten Windpark London Array war Eon am Bau des bislang größten Offshore-Windparks der Welt beteiligt. Zum Portfolio, das Eon an RWE überträgt, gehören auch Batterie- und Photovoltaikprojekte.

In einem weiteren Transaktionsschritt wird Eon den Bereich Erneuerbare Energie von Innogy an RWE übertragen. Das soll so schnell wie möglich im nächsten Jahr geschehen.


© IWR, 2019


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