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Auftrag für größten schwimmenden Offshore-Windpark vergeben

© Siemens Gamesa© Siemens GamesaZamudio, Spanien - Vor wenigen Wochen haben der norwegische Energiekonzern Equinor und die beteiligten Partnerunternehmen die endgültige Investitionsentscheidung für den bislang weltweit größten schwimmenden Offshore-Windpark vor der norwegischen Küste getroffen. Jetzt wurde auch der Lieferauftrag für die Turbinen vergeben.

Der norwegische Energiekonzern Equinor wird zusammen mit zwei Partnern vor der Küste Norwegens den schwimmenden Offshore-Windpark Hywind Tampen bauen. Es wird der erste schwimmende Park sein, dessen Strom für die Energieversorgung von Öl- und Gasplattformen verwendet werden soll. Die Windenergieanlagen für das Projekt mit einer Gesamtkapazität von 88 Megawatt (MW) wird Siemens Gamesa liefern.

Siemens Gamesa liefert 11 Turbinen vom Typ SG 8.0-167 DD
Der deutsch-spanische Windenergie-Hersteller Siemens Gamesa hat den Festauftrag In Norwegen für die Lieferung von insgesamt 11 Turbinen vom Typ SG 8.0-167 DD für den Offshore-Windpark Hywind Tampen erhalten. Mit einer Gesamtkapazität von 88 MW handelt es sich um den bis dato weltweit größten schwimmenden Windpark. Das Projekt zeichnet sich zudem dadurch aus, dass mit dem erzeugten Offshore-Windstrom der Strombedarf von fünf Öl- und Gasplattformen in der norwegischen Nordsee zu etwa 35 Prozent gedeckt werden soll. Durch die Reduzierung des Einsatzes von Gasturbinen auf den Feldern soll das Projekt dazu beitragen, die CO2-Emissionen um mehr als 200.000 Tonnen pro Jahr zu senken. Der Standort von Hywind Tampen befindet sich in einer Küstenentfernung von etwa 140 Kilometern in Gewässern mit einer Wassertiefe zwischen 260 - 300 Metern. Hywind Tampen soll Ende 2022 in Betrieb gehen.

"Wir freuen uns, den Festauftrag von Equinor als Lieferant für dieses bahnbrechende Projekt erhalten zu haben. Dank unserer starken Zusammenarbeit und der gemeinsamen Ausrichtung auf Innovationen sind wir heute führend bei der Entwicklung dieser spannenden Technologie und der Erschließung des enormen Potenzials für schwimmende Offshore-Windenergie", so Andreas Nauen, CEO der Siemens Gamesa Offshore Business Unit.

Projekt soll Technologie für schwimmende Offshore-Parks voranbringen
Die Investitionsentscheidung zum Bau des Windparks haben der norwegische Energiekonzern Equinor und die beiden Betreiberunternehmen der Öl- und Gasplattformen Snorre und Gullfaks gemeinsam getroffen. Insgesamt werden sich die Investitionen für das Projekt auf fast 5 Milliarden NOK (rd. 500 Mio. Euro) belaufen. Die norwegischen Behörden haben über die norwegische Entwicklungsagentur Enova, die die Energiewende in Norwegen vorantreiben soll, eine Finanzierungszusage von bis zu 2,3 Mrd. NOK (rd. 230 Mio. Euro) für das Projekt Hywind Tampen gegeben. Darüber hinaus hat der NOx-Fonds der norwegischen Industrie beschlossen, das Projekt mit bis zu 566 Mio. NOK (rd. 56 Mio. Euro) zu unterstützen.

Etwa 80 Prozent des globalen Ressourcenpotenzials für Offshore-Wind liege in tiefen Gewässern und schwimmende Offshore-Windparks könnten eine wichtige Rolle bei der Wende zu einer nachhaltigeren globalen Energieversorgung spielen. Dies berge erhebliche Chancen für die norwegische Industrie, so Eldar Sætre, Chief Executive Officer von Equinor. Die Entscheidung der Snorre- und Gullfaks-Partner trage dazu bei, diese Technologie einen wichtigen Schritt voran zu bringen, so Sætre weiter.


© IWR, 2019


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06.11.2019

 



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