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Nordex in Q2 2020 mit deutlichem Auftragsrückgang

© Nordex© NordexHamburg - Die Hamburger Nordex-Gruppe hat auch unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal 2020 zahlreiche feste Aufträge abschließen können. Gleichwohl zeigt sich im Vergleich zum Vorjahresquartal ein deutlicher Rückgang. Die Aktie bleibt stabil und kann sogar leicht zulegen.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2020 verzeichnet der Windturbinen-Hersteller Nordex im Vergleich zum Vorjahres-Quartal beim Auftragseingang ein Minus von über 50 Prozent. Beeinträchtigt wird das Geschäft von Nordex, Zulieferunternehmen und Kunden durch die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie. Nordex CEO Blanko erwartet für das zweite Halbjahr eine hohe Nachfrage nach Anlagen und Dienstleistungen.

Nordex erhält in Q 2 2020 Aufträge über 888 Megawatt
Im Zeitraum von April bis Juni 2020 haben Nordex-Kunden 217 Windenergieanlagen für Projekte mit einer Leistung von zusammen 888,0 Megawatt (MW) bei dem Hamburger Hersteller von Windenergieanlagen geordert. Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres ist das ein Rückgang um 56 Prozent (Q2 2019: 2.003,3 MW). Im ersten Halbjahr 2020 liegt der feste Auftragseingang im Bereich Projekte (ohne Servicegeschäft) damit insgesamt bei einem Volumen von 2.531,9 MW, was gegenüber den ersten sechs Monaten 2019 ein Rückgang von 17 Prozent ist (H1 2019: 3.038,4 MW).

„Die globale Wirtschaft wird weiterhin erheblich von der Corona-Pandemie beeinträchtigt, das trifft natürlich auch auf uns, unsere Kunden und Zulieferer zu“, so Nordex CEO José Luis Blanco. Umso erfreulicher sei es, dass die Nordex-Kunden ihre Projekte konsequent weiterverfolgen und sich auf den weltweit steigenden Bedarf an regenerativer Energie vorbereiten. Für das zweite Halbjahr erwartet Blanco entsprechend eine starke Nachfrage nach den Turbinen und Dienstleistungen von Nordex.

Auftragsschwerpunkt in Europa – Delta 4000.Baureihe beliebt
Der Auftragseingang im zweiten Quartal 2020 entfiel zu 83 Prozent auf Europa, wozu auch Großprojekte in Spanien und Irland beitrugen. Weitere Aufträge kamen aus Brasilien (Region Lateinamerika: 17 Prozent). Mit Blick auf die Nordex-Produktpalette favorisieren die Nordex-Kunden Turbinen der aktuellen Delta 4000-Baureihe: Im zweiten Quartal 2020 entfielen rund 65 Prozent der Aufträge auf die verschiedenen Anlagentypen dieser Plattform, im gesamten ersten Halbjahr 2020 zusammen lag der Anteil bei 79 Prozent, so Nordex.

Nordex-Aktienkurs trotzt schwachem Börsenumfeld
In einem tendenziell schwachen Börsenumfeld kann die Aktie des RENIXX-Konzerns Nordex heute bis zum Nachmittag leicht zulegen. Aktuell notiert die Nordex-Aktie mit einem Plus von 0,9 Prozent bei einem Kurs von 9,30 Euro (16.07.2020, 15:55 Uhr, Börse Stuttgart). Nach den Auftragszahlen hat ein Analyst der amerikanischen Investmentbank Jefferies die Nordex-Aktie unverändert auf Buy mit einem Kursziel von 12 Euro belassen. Zwar erscheine das Auftragsniveau gegenüber den Vorquartalen etwas niedrig, allerdings verfüge Nordex insgesamt über einen weiterhin robusten Auftragseingang.


© IWR, 2020


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16.07.2020

 



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