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Neue Siemens Energy AG vor dem Börsenstart

© Siemens AG© Siemens AGMünchen – Schon bald wird die neue Siemens Energy AG an der Börse notiert sein. Jetzt hat der Vorstand die Strategie für die zukünftige Eigenständigkeit vorgestellt.

Am 28. September 2019 ist die Erstnotiz für die neue Siemens Energy AG an der Börse vorgesehen. Die neue Eigenständigkeit will der Vorstand konsequent nutzen, die globale Energiewende zu gestalten und auf Profitabilität zu setzen.

Siemens Energy: Was die Abspaltung für die Siemens-Aktionäre bedeutet
Für die Siemens-Aktionäre ist die Abspaltung der Siemens Energy einfach: für je zwei Aktien der Siemens AG wird automatisch eine Aktie der Siemens Energy AG ins Depot gebucht. Wie hoch der Wert der neuen Siemens Energy Aktie ist, wird am 28. September 2020 sichtbar. Siemens spaltet insgesamt 55 Prozent der Siemens Energy an die Aktionäre ab. Je nach Marktentwicklung will die Siemens AG binnen 12 bis 18 Monaten den Restanteil aber deutlich reduzieren und keinen beherrschenden Einfluss mehr auf die neue Gesellschaft ausüben.

„Mit der Abspaltung der Siemens Energy AG wird die neue Siemens AG ein transparenteres und deutlich risikoärmeres Unternehmen. Mit seinen Kerngeschäften Digital Industries, Smart Infrastructure und Mobility wird Siemens eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung der industriellen Digitalisierung spielen“, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. Die neue Siemens Energy AG wiederum ist als unabhängiges Unternehmen deutlich agiler und flexibler als im Siemens-Konzernverbund. Auch kann die neue Siemens Energy AG eigenständig am Kapitalmarkt agieren.

Siemens Energy: ein globales Energieunternehmen im Wandel der Zeit
Die Energiesysteme befinden sich weltweit in einem gravierenden Wandel. Das Verhältnis zwischen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energiequellen verschiebt sich, gleichzeitig leben rund 850 Millionen Menschen noch immer ohne Zugang zu Elektrizität, teilte Siemens mit. Studien zufolge könnte sich die weltweite Nachfrage nach Elektrizität bis 2040 sogar um mehr als 50 Prozent erhöhen. Geht es um die Dekarbonisierung, dann zählt sich Siemens Energy zu den Branchenführern:
Das Portfolio von Siemens Energy umfasst Produkte zur Förderung der Energiewende, beispielsweise Hybridkraftwerke und Gasturbinen, die bereits mit Wasserstoff betrieben werden können. Siemens Energy ist außerdem ein wichtiger Akteur auf dem Windenergiemarkt und investiert darüber hinaus in die Wasserstoffwirtschaft. Das SF6-freie (Schwefelhexafluorid) Portfolio des Bereichs Transmission ist nach Siemens-Angaben marktführend.

Was der Vorstand der Siemens Energy bis 2023 plant – Service als Werttreiber
In der ersten Phase der Strategie bis zum Geschäftsjahr 2023 liegt der Fokus auf der Steigerung von Profitabilität und Cashflow im Segment Gas and Power. Für das Geschäftsjahr 2023 strebt der Vorstand eine angepasste EBITA-Marge vor Sondereffekten von 6,5 Prozent bis 8,5 Prozent an. Als wichtigste Hebel werden eine bessere Kostenstruktur, eine optimierte Logistik, ein zentraler Einkauf und die Reduzierung von „Non-Conformance“-Kosten evaluiert. Zusätzlich zu den bereits kommunizierten Einsparungen von 1 Mrd. Euro bis zum Geschäftsjahr 2023 werden weitere Bruttoeinsparungen in Höhe von über 300 Mio. Euro (gegenüber Geschäftsjahr 2018) geprüft, so Siemens.

Kern der künftigen Wertschöpfung von Siemens Energy ist das Servicegeschäft. An bis zu 100 Prozent der verkauften Produkte, so z.B. bei hocheffizienten großen Gasturbinen, schließt sich laut Siemens ein Servicevertrag an. Das robuste Servicegeschäft erreichte im Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse von 9,5 Mrd. Euro und wird zu einer strategische Säule ausgebaut.

Siemens Energy hat starkes finanzielles Fundament
Die Siemens Energy wurde mit liquiden Mitteln in Höhe von rund 6,4 Mrd. Euro ausgestattet, was Stand 30. Juni 2020 bei Siemens Energy (ohne SGRE-Geschäftsaktivitäten) zu einer Nettoliquidität von rund 2,2 Mrd. Euro führte. Hinzu kommt, ebenfalls Stand 30. Juni 2020, der umfangreiche Auftragsbestand von 82 Mrd. Euro. Siemens Energy hat seine Stabilität im Geschäftsjahr 2019 mit einem Auftragseingang von 33,7 Mrd. Euro und einem Gesamtumsatz von 28,8 Mrd. Euro unterstrichen. Die neue Siemens Energy wird weltweit rund 91.000 Mitarbeiter beschäftigen.

© IWR, 2020


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03.09.2020

 



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