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Weltgrößter Offshore Windpark Doggerbank: GE liefert Flaggschiff der 13 MW-Klasse

© GE Renewable Energy© GE Renewable EnergyMünster - Ein Joint-Venture zwischen dem norwegischen Energiekonzern Equinor und der irischen SSE Renewables baut ebenso wie RWE an dem derzeit weltweit größten Offshore Windpark Doggerbank in der britischen Nordsee. Nach RWE hat jetzt auch das Joint-Venture den Turbinenlieferanten für die eigenen Cluster bekannt gegeben. Das gesamte Kraftwerkspotential in dem Seegebiet rund um die riesige Sandbank ist gewaltig.

Die britische Regierung hatte vor einigen Jahren bereits die Genehmigung für den Bau des Offshore Windparks Doggerbank in der britischen Nordsee erteilt. Drei der vier Teilgebiete Doggerbank (A bis C) werden vom Joint Venture zwischen Equinor und SSE Renewables errichtet, das vierte Cluster (Sofia) baut RWE (vormals Innogy) alleine.

Doggerbank A – C: Joint Venture baut 3,6 GW Offshore Windpark mit GE-Haliade Offshore Turbinen
In dem rd. 125 km vor der Küste der Grafschaft Yorkshire beginnenden Seegebiet der Sandbank Doggerbank ist die Nutzung der Offshore Windenergie in vier Clustern vorgesehen. Die Teilbereiche A bis C werden jeweils 1.200 MW (1,2 GW) Windkraftleistung aufweisen, d.h. die Gesamtleistung erreicht 3.600 MW. Das Joint Venture zwischen Equinor und SSE Renewables hat nun bekannt gegeben, dass General Electric die Offshore Windturbinen für die Teilgebiete A und B liefern soll. Zum Einsatz kommt das GE-Flaggschiff vom Typ Haliade–X mit jeweils 13 MW Leistung.

Die Bauarbeiten haben bereits 2020 begonnen, die Installation der 190 Turbinen für beide Cluster wird voraussichtlich 2023 im Teilabschnitt Doggerbank A beginnen. Die Vertragsankündigung beinhaltet nach Angaben von Equinor auch einen 5 jährigen Servicevertrag. Noch nicht entschieden ist, wer die Fundamente liefert. Wegen der großen Entfernung zum Netzeinspeisepunkt an der Küste wird ein Hochspannungs-Gleichstromübertragungssystem (HGÜ) installiert.

Doggerbank „Sofia“: RWE baut 1,4 GW Offshore Windpark mit Siemens Gamesa Turbinen
Zusätzlichen zu den drei Clustern (A-C) baut der Energiekonzern RWE im vierten britischen Cluster des Offshore Windparks Doggerbank das Teilprojekt mit dem Namen „Sofia“. Der Offshore Windpark Sofia wird eine Leistung von 1.400 MW aufweisen, nach Angaben von RWE Renewables soll der Bau des Windparks Anfang 2021 am Standort der britischen Konverterstation Teesside an Land beginnen. Die Offshore-Bauarbeiten starten dann voraussichtlich 2023. Vorzugslieferantenvertrag für die Offshore Windturbinen ist Siemens Gamesa Renewable Energy, das Unternehmen soll 100 seiner Offshore-Windturbinen vom Typ SG 14-222 DD mit einer Leistung von jeweils 14 MW liefern.

Über den Offshore Windpark Doggerbank
Die Doggerbank ist in der West-Ost-Ausdehnung eine über 300 km langgestreckte und teils über 100 km breite Sandbank in der Nordsee. Anrainerstaaten der Doggerbank mit den Flachgewässern (im Mittel nur rd. 30 m Meerestiefe) sind neben Großbritannien mit dem größten Anteil auch die Niederlande, Deutschland und Dänemark. Der jetzt im britischen Teil gelegene Offshore Windpark weist nach Fertigstellung eine Gesamtleistung von 5.000 MW (5 GW) auf. Davon entfallen auf das Joint Venture zwischen Equinor (Norwegen) und SSE Renewables mit Sitz in Irland die Cluster A bis C jeweils 1,2 GW. Das vierte Cluster des Offshore Windparks mit 1,4 GW Leistung wird von RWE gebaut. Die Jahresproduktion aller vier britischen Offshore Windenergie-Cluster Doggerbank wird rd. 25 Mrd. kWh erreichen. Das sind etwa 7 bis 8 Prozent der Gesamtstromerzeugung von Großbritannien. Erstmals kommt in Großbritannien wegen der Entfernung die Gleichstromtechnik zum Einsatz. Die Doggerbank könnte zukünftig einmal als Drehscheibe für eine kostengünstige Vernetzung der Offshore-Stromverbindungen zwischen den Nordsee-Anrainerstaaten dienen.

© IWR, 2020


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