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Wab: Offshore-Windservice in Deutschland wird Milliardenmarkt

Bremerhaven - Der deutsche Service-Markt für die Offshore-Windenergie wird bei Umsetzung der Ausbauziele in den nächsten Jahren mehrere Milliarden Euro umfassen. Die Offshore-Windservicebranche schaffe Wertschöpfung, Arbeitsplätze und einen Milliardenmarkt, heißt es bei der Windenergieagentur Wab e.V.

Nach einer aktuellen Studie der Wab werde der Markt für Dienstleistungen im Offshore-Windbereich in Deutschland bei Umsetzung der Ausbauziele in den nächsten 15 Jahren über 18 Milliarden Euro umfassen. Voraussetzung für die Realisierung dieses hohen Marktpotentials sei die Wettbewerbsfähigkeit der Offshore-Windenergie. Insbesondere müssten Kostensenkungen im Servicesektor sichergestellt werden.

Aktionsplan für Kostensenkungen beim Windenergie-Offshore-Service
Ein gemeinsamer Aktionsplan der Wab, der germanwind GmbH und ihren sieben europäischen Partnern der drei führenden Offshore-Windcluster soll den Sektor bei Kostensenkungen durch Innovationsaktivitäten und internationaler Kooperation unterstützen.
„Die Offshore-Windservicebranche – eine mittelständische, hochtechnologische und spezialisierte Branche – ist von großer Bedeutung für die Küstenländer. Sie schafft Wertschöpfung, Arbeitsplätze und einen Milliardenmarkt – und der ist regional!“, sagt Ronny Meyer, Geschäftsführer der Wab.

Markt wächst bis 2050 auf 45 Mrd. Euro
Nach der Studie, die von Prognos und Fichtner im Auftrag der Wab erstellt haben, wächst Offshore-Windservicemarkt bis zum Jahr 2050 auf mindestens 45 Milliarden Euro, und das bei „konservativer Prognose“. Der Sektor umfasse nach Definition der Wab nicht nur die Segmente Betrieb und Wartung, sondern darüber hinaus auch alle weiteren Dienstleistungen, die bereits bei der Vormontage, Installation und Verkabelung der Anlagen benötigt werden, inklusive der dafür notwendigen Land-und Seetransporte.

Kontinuierliche Innovationen als Schlüssel für Kostensenkungen

Wie alle Energiequellen muss auch die Offshore-Windenergie zu wettbewerbsfähigen Kosten erzeugt werden. Ronny Meyer erläutert dazu: „Gerade auch im noch jungen Offshore-Windservicesektor müssen die Firmen große Anstrengungen unternehmen, um bestehende Kostensenkungspotentiale zu realisieren. Der Schlüssel hierfür sind kontinuierliche Innovationen: Die Entwicklung von neuen oder optimierten Produkten und Dienstleistungen sowie effizientere und effektivere Prozesse“.
Um die Branche dabei zu unterstützen hat die Wab zusammen mit den europäischen Offshore-Windclustern einen gemeinsamen Aktionsplan („Joint Action Plan“) veröffentlicht, der im Rahmen des EU-Projektes „Ecowinds“ entwickelt wurde. Dieser soll Ende September vorgestellt werden.

© IWR, 2015

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29.04.2015

 



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