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Fakon Wind plant Windpark-Leitzentrale in Emden

Emden - Die Fakon Wind GmbH aus Emden plant die Errichtung einer neuen Leitzentrale für den Betrieb von Windparks an Land und auf See. Das kündigte das Unternehmen bei einem Betriebsbesuch des Emder Oberbürgermeisters Bernd Bornemann (SPD) an.

Fakon Wind wurde 2011 in Emden gegründet und ist auf umfassende Dienstleistungen im Bereich Windkraft spezialisiert. Das Unternehmen will weiter wachsen und hat nun die Pläne für eine Leitzentrale publik gemacht.

Projekt Leitzentrale stärkt Windkraft-Kompetenzen in Emden
„Wir wollen weiter organisch wachsen und die Zahl unserer Beschäftigten kontinuierlich steigern“, erklärte Fakon-Geschäftsführer Stephan Stuby. Das Projekt Leitzentrale werde die in Emden konzentrierten Windkraft-Kompetenzen stärken, sagte Oberbürgermeister Bornemann: „Emden ist und bleibt ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt der Offshore-Branche.“ Die Region hatte in den vergangenen Jahren stark unter den Problemen des noch relativ jungen Wirtschaftszweiges gelitten. Emden habe sich mittlerweile aber aus der „Schockstarre“ befreit und werde sich an einer Anfang kommenden Jahres startenden Offshore-Initiative des Landes Niedersachsen beteiligen. Außerdem will sich die Stadt mit einem Stand auf der Hamburger Windmesse Wind Energy 2016 präsentieren, so Bornemann.

Wachsender Bedarf an optimierter Windpark-Betriebsführung
Laut Stuby verfügt Emden durch seine Lage und die vorhandene Infrastruktur im Hafen und am Flugplatz über ideale Voraussetzungen insbesondere auch für die Betreuung von Windpark-Projekten auf hoher See. Wegen der in den kommenden Jahren sinkenden Einspeisevergütung für Windstrom entwickle sich ein wachsender Bedarf an einer optimierten Betriebsführung in bestehenden und geplanten Projekten, sagte Stuby. Ähnlich wie bei der konventionellen Stromerzeugung sei auch bei den erneuerbaren Energien in Zukunft eine deutliche Senkung der laufenden Kosten erforderlich. Nur so lasse sich auch künftig ein rentabler Betrieb von Windparks an Land und auf See gewährleisten.

Fakon Wind will 300.000 Euro investieren
Die in Emden geplante Betriebszentrale soll über Kommunikations- und Datennetze Windkraftanlagen in ganz Deutschland und im Ausland überwachen können. Stuby rechnet mit Investitionskosten von rund 300.000 Euro. Er geht davon aus, dass mit der Leitzentrale mindestens fünf Arbeitsplätze entstehen werden. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit sieben Mitarbeiter und engagiert bei Bedarf projektbezogen zusätzliche Experten. Gegenwärtig sei man in der Prüfung von möglichen Standorten. Oberbürgermeister Bornemann sagte die Unterstützung durch die Stadt Emden im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu: „Ich erwarte durch die im kommenden Jahr geplante Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes ein Schub für die Branche, von dem auch Emden profitieren wird.“ Mit dem neuen EEG werden auch die Ausbauziele für die Zeit nach dem Jahr 2020 festgelegt.

© IWR, 2015

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