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Siemens und Gamesa punkten mit Windenergie-Aufträgen

Hamburg / Zamudio, Spanien – Noch sind Gamesa und Siemens zwei unabhängige Unternehmen aus der Windenergiebranche. Doch Siemens wird bis zum ersten Quartal 2017 groß bei Gamesa einsteigen und so einen neuen Branchenriesen formen. Heute haben die beiden Windenergieanlagen-Hersteller über neue Onshore-Windparks berichtet.

Gamesa aus Spanien hat einen Neukunden gewinnen können, für den der Windturbinen-Spezialist einen neuen Windpark in Brasilien errichten soll. Siemens berichtet über einen Auftrag aus Australien. Siemens und Gamesa haben die Fusion bereits fest verabredet. Demnach wird Siemens 59 Prozent der Anteile an Gamesa übernehmen. Gemeinsam kommen die beiden Unternehmen auf eine installierte Windenergie-Leistung von 69.000 Megawatt (MW) weltweit.

Siemens: 100 MW Windleistung in Südaustralien

Siemens hat einen Auftrag über die Lieferung, Installation und Wartung von 32 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,2 MW und einem Rotordurchmesser von 113 Metern für das Hornsdale Stage 2 Windpark erhalten. Hornsdale Stage 2 liegt im Süden Australiens und ist die Erweiterung des Windenergieprojekts "Hornsdale Stage 1". Den Auftrag für das Vorgängerprojekt erhielt Siemens bereits im August des Jahres 2015. Der Kunde für beide Projekte ist Neoen Australia, eine Gesellschaft des französischen Unternehmens Neoen. Mit einer Gesamtleistung von 100 MW wird "Hornsdale Stage 2" einen zentralen Beitrag leisten, damit das Australian Capital Territory (ACT), das Gebiet rund um die Hauptstadt Canberra, bis zum Jahr 2020 sein Ziel einer vollständigen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien erreicht. Der Windpark soll genug Strom erzeugen, um rechnerisch rund 70.000 australische Haushalte mit sauberer Energie zu versorgen. Die Installation der Turbinen soll im Dezember 2016 beginnen, die Inbetriebnahme ist für Juni 2017 geplant. Im Rahmen eines Langzeit-Wartungsvertrages ist Siemens auch für den Service der Anlagen zuständig.

Siemens-Windpark erzeugt Strom für 5,2 Eurocent je kWh

„Wir sind sehr stolz darauf, dass Neoen bei der Erweiterung des Hornsdale Projektes erneut auf Siemens und die bewährte Direct-Drive Technologie setzt", sagt Thomas Richterich, CEO Onshore der Siemens Wind Power and Renewables Division. „Hornsdale Stage 2 ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unserem Kunden und herausragende Technologie der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Umwelt gleichermaßen nützen."

Das Windkraftwerk entsteht im Süden Australiens in der Nähe der Stadt Jamestown, etwa 200 Kilometer nördlich von Adelaide. Der gelieferte Strom wird zu einem niedrigen Preis von 77 australischen Dollar pro Megawattstunde (MWh) verkauft – das sind laut Siemens ungefähr 5,2 Eurocent pro Kilowattstunde (kWh). Das im Jahr 2015 unterzeichnete Vorgängerprojekt Hornsdale Stage 1 lieferte den erzeugten Strom noch zu einem Festpreis von 6,1 Eurocent pro kWh.

Gamesa erhält Erstauftrag von Voltalia

Der Auftrag für den spanischen Anlagen-Hersteller Gamesa kommt aus dem Nordosten Brasilien. Es geht dabei um 13 Turbinen des Typs G114-2.1 MW für den Windpark Vila Acre in Brasiliens nordöstlichen Bundesstaat Rio Grande do Norte. Auftraggeber ist der französische Regenerativ-Energie-Erzeuger Voltalia, der erstmals bei Gamesa bestellt hat. Der Vertrag für das 27,3 MW große Projekt wurde nach Angaben von Gamesa im zweiten Quartal 2016 abgeschlossen.

© IWR, 2016

26.07.2016

 




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