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KfW-Bank fördert Ausbau der Windenergie in Ägypten

Frankfurt am Main – Ägypten will die erneuerbaren Energien im eigenen Land massiv ausbauen und setzt auf die Windenergie. Die Finanzierung wird dabei auch von der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit Sitz in Frankfurt übernommen.

Die KfW-Bank übernimmt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Teil der Finanzierung für einen ägyptischen Windpark. Der Windpark soll auch die anhaltenden Energieengpässe in dem nordafrikanischen Land lindern.

Entwicklungsbanken finanzieren 200 bis 250 MW-Windpark

Die KfW hat gemeinsam mit den Finanzierungspartnern Europäische Investitionsbank (EIB), Agence Française de Développement (AFD) und Europäische Kommission mit dem ägyptischen Kooperationsministerium ein Finanzierungsabkommen für den Windpark Gulf of Suez in der Küstenregion des Roten Meeres unterzeichnet. Die Höhe der Gesamtkosten des Windparks sowie der dazugehörigen Infrastruktur liegt bei 340 Mio. Euro, der Anteil der KfW beträgt 72 Mio. Euro.

Der Windpark wird über eine Leistung 200 bis 250 Megawatt (MW) verfügen und Anfang 2017 ausgeschrieben werden. Nach der Fertigstellung kann mit dem Windpark ausreichend Strom für die Versorgung von 370.000 Menschen erzeugt sowie gleichzeitig rund 300.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Da das Projekt am Rand einer wichtigen Vogelzugroute liegt, sind umfassende Vorkehrungen zum Schutz der Zugvögel getroffen worden.

Über die erneuerbaren Energien in Ägypten

Ägypten will den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2022 auf 20 Prozent steigern. Bereits Mitte 2015 hat Ägypten dazu einen Rahmenvertrag mit Siemens unterzeichnet. Die Münchener sollen am Golf von Suez bis zu zwölf Windparks mit bis zu 2.000 Turbinen sowie drei hochmoderne Gaskraftwerke errichten. Die Projekte befinden sich weiterhin in der Entwicklungsphase, wie ein Siemens-Sprecher auf Anfrage von IWR-Online mitteilt.

© IWR, 2016