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Nordex mit neuen Aufträgen aus der Türkei und den USA

Hamburg – Der deutsche Anlagenhersteller Nordex kann neue Aufträge verbuchen. Aus der Türkei kommt der erste Auftrag für einen neuen Turbinentyp im türkischen Markt, während im US-Markt schon der zweite Auftrag in kurzer Folge eintrudelt. Dort wird Nordex zunächst aber keine fertigen Turbinen liefern.

Die Nordex-Gruppe hat insgesamt drei neue Aufträge aus der Türkei und den USA erhalten. Auf dem US-Markt konnten die Hamburger erst kürzlich einen Riesenauftrag von Eon bekanntgeben. Bei dem neuem Auftrag geht es zunächst nur um die Lieferung von Turbinenkomponenten.

Nordex liefert 19 N117/3600 in die Türkei

Nordex hat die ersten zwei Windpark-Aufträge für die im September 2016 vorgestellte Mittelwindanlage N117/3600 erhalten. Die Kunden Bakir Enerij und Marmara Elektrik aus der Türkei haben für die Projekte „Esenköy“ und „Kürekdagi“ insgesamt 19 Turbinen mit einer Kapazität von zusammen 68,4 Megawatt (MW) bestellt. Der Standort von „Esenköy“ liegt in der Marmararegion im Nordwesten der Türkei. Hier wird Nordex neun N117/3600 auf 106 Meter hohen Stahlrohrtürmen errichten. Für „Kürekdagi“ in derselben Region liefert der Hersteller zehn N117/3600, die er ebenfalls auf 106-Meter-Türmen installiert.Der Baubeginn beider Windparks ist für Spätsommer 2017 geplant, sodass die Übergabe an den Kunden ins Geschäftsjahr 2018 fällt. Nordex wird alle 19 Turbinen im Rahmen eines Premium-Service-Vertrags mit einer Laufzeit von zunächst fünf Jahren instand halten.

Turbinenkomponenten für 32 Mio. Dollar für die USA

Darüber hinaus hat Nordex einen weiteren Auftrag aus den USA erhalten. Ein internationaler Kraftwerksbetreiber hat mit der Nordex-Gruppe einen Auftrag zur Lieferung von Turbinenkomponenten im Wert von 32 Millionen US-Dollar gezeichnet. Bei dem Auftrag wird die AW3000-Plattform von Acciona Windpower zum Einsatz kommen. Nordex hatte das spanische Unternehmen Mitte des Jahres übernommen.

Komponenten-Auftrag: Höherer Umsatz in spätere Projektumsetzung

Der Auftrag über die Komponentenlieferung gemäß den „Safe-Harbor“-Bedingungen sichert dem Kunden für Projekte mit Umsetzung bis 2020 den vollen Production Tax Credit (PTC) in Höhe von 2,3 Cent pro kWh. Nach den Maßgaben der US-amerikanischen Steuerbehörde (Internal Revenue Service, IRS) müssen Windparks im Jahr 2016 begonnen werden, um sich für diesen Spitzensatz zu qualifizieren. Die Umsetzung der angearbeiteten Projekte wird im Wesentlichen 2018 erfolgen und voraussichtlich das 15-fache des jetzt realisierten Umsatzes umfassen.

„Niedrige Stromgestehungskosten sind der Schlüssel für den Erfolg eines Projekts. Neben der ständigen Effizienzsteigerung unserer Turbinen unterstützen wir unsere Kunden deshalb grundsätzlich, um ihren Projekten die bestmöglichen Steuerkonditionen zu sichern – so, wie wir jetzt mit der Safe-Harbor-Lösung unserem Kunden den Maximalsatz des PTC garantiert haben“, sagt Vertriebsvorstand Patxi Landa.

Nordex liefert bereits 228 MW für Eon nach Texas

Nordex hat erst in der vergangene Woche einen Riesenauftrag vom Energieversorger Eon für ein Windenergieprojekt in den USA erhalten. Nordex soll für Eon den Windpark „Bruenning´s Breeze“ in Texas errichten. Das Projekt ist mit 76 Turbinen vom Typ AW125/3000 geplant. Auch hier kommen Turbinen der Nordex-Akquisition Acciona zum Einsatz.

Die Aktie des im RENIXX World gelisteten Anlagenherstellers legte nach der Bekanntgabe des US-Auftrags um mehr als zwei Prozent zu. Im Handel am Mittwoch gibt die Nordex-Aktie allerdings wieder nach (-2,0 Prozent, 18,86 Euro, Stand 14:25 Uhr, Börse Stuttgart).

© IWR, 2016