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Siemens steigert Profitabilität im Windsektor kräftig

München – Deutschlands Technologiekonzern Siemens hat in dieser Woche die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Ein spezieller Blick in das Windenergie-Segment zeigt eine beeindruckende Steigerung der Profitabilität. Doch eine andere Kennziffer hat sich weniger erfreulich entwickelt.

Insgesamt sind die Quartalszahlen von Siemens an der Börse gut aufgenommen worden. Der Konzern hat im Zeitraum Oktober bis Dezember 2016 über 19 Mrd. Euro umgesetzt. Die Dividende soll zudem angehoben werden. Neben den Quartalszahlen hat Siemens in dieser Woche auch über das gigantische Stromprojekt in Ägypten berichtet. Dort sorgt Siemens für immense neue Erzeugungskapazitäten.

Siemens kann Ergebnismarke im Windenergiesektor nahezu verdoppeln

Speziell in der Siemens-Division "Wind Power and Renewables" hat der Konzern in den letzten drei Monaten des Jahres 2016 zwar die Profitabilität kräftig gesteigert, gleichzeitig ging der Auftragseingang bei den Windenergieprojekten jedoch deutlich zurück. Dieser Auftragseingang ist um 24 Prozent auf 1,44 Mrd. Euro gesunken (Q1 2016: 1,90 Mrd. Euro). Siemens spricht in diesem Zusammenhang von einem "geringeren Volumen aus Großaufträgen". Dafür ist der Umsatz im ersten Quartal 2017 um 16 Prozent auf 1,38 Mrd. Euro angestiegen (Q1 2016: 1,20 Mrd. Euro). Das Umsatzwachstum betreffe alle Geschäfte, am stärksten das Offshore-Geschäft in Europa, so der Konzern. Augenfällig ist zudem die starke Verbesserung der Ergebnismarge. Diese ist im Zeitraum Oktober bis Dezember 2016 auf 8,0 Prozent steil angestiegen (Q1 2016: 4,2 Prozent). Ausschlaggebend dafür waren aus Sicht des Unternehmens höhere Umsatzerlöse, eine verbesserte Produktivität, positive Effekte in Zusammenhang mit der Abarbeitung von Projekten, eine höhere Kapazitätsauslastung sowie ein höherer Beitrag des Servicegeschäfts.

Siemens-Dividende steigt auf 3,60 Euro je Aktie

Auch in den weiteren für die Energiewirtschaft wichtigen Siemens-Divisionen wie „Power and Gas“ und „Energy Management“ konnten bei leicht steigenden Umsatzerlösen deutliche Rückgänge beim Auftragseingang registriert werden. Der Auftragseingang ist beispielsweise im Bereich "Power and Gas" um 40 Prozent auf 3,31 Mrd. Euro gesunken.
Auf Konzernebene hat sich bei Siemens im 1. Quartal 2017 bei leicht gestiegenen Umsätzen (19,1 Mrd. Euro) die Ergebnismarge im industriellen Geschäft insgesamt von 10,4 Prozent in Q1 2016 auf nun 13,0 Prozent verbessert. Allerdings ist der Auftragseingang insgesamt um 14 Prozent auf 19,6 Mrd. Euro gesunken. Die Aktionäre dürfen sich zudem auf eine Dividende in Höhe von 3,60 Euro je Aktie freuen (Vorjahr: 3,50 Euro). Die Siemens-Aktie wird aktuell für rund 120 Euro gehandelt.

Meilenstein beim Mega-Kraftwerksprojekt in Ägypten

Siemens berichtete in dieser Woche zudem über den Stand der Abarbeitung des größten Einzelauftrags der Unternehmensgeschichte. Es geht um den Auf- und Ausbau der Energieversorgung Ägyptens. 18 Monate nach Vertragsabschluss berichtet Siemens, dass man mit den lokalen Partnern „sehr gut“ dabei vorankomme, die Stromerzeugungsleistung in Ägypten um 45 Prozent zu erhöhen. Die erste Phase des Megaprojekts sei abgeschlossen. Statt dem versprochenen Ziel von 4.400 Megawatt (MW) sind nun bereits 4.800 MW am Stromnetz. Es geht vor allem um Gaskraftwerke, aber auch um erneuerbare Energien. Siemens errichtet zusammen mit den ägyptischen Partnern Elsewedy Electric und Orascom Construction drei schlüsselfertige Gas- und Dampfturbinenkraftwerke mit einer Leistung von je 4.800 MW. Die Gesamtleistung wird 14.400 MW betragen. Nach der Fertigstellung im Mai 2018 werden es die drei größten Gas- und Dampfturbinenkraftwerke sein, die weltweit je gebaut wurden. Die Anlagen sollen Strom für 45 Millionen Menschen liefern. Zudem sollen bis zu 600 Windenergieanlagen errichtet werden.

© IWR, 2017

03.02.2017

 




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