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Enertrag-System stoppt Dauerblinken bei über 20 Windkraftanlagen

Langenhorn – Der Windenergie-Spezialist Enertrag aus Mecklenburg-Vorpommern hat ein deutsches Windenergieprojekt mit bedarfsgerechter Hinderniskennzeichnung zur Flugsicherheit ausgerüstet. Schleswig-Holsteins Energiewende-Minister ließ es sich nicht nehmen, diese Innovation persönlich in Betrieb zu nehmen.

Mit der Lösung der Enertrag Systemtechnik GmbH aus Dauerthal können nun 23 Windenergieanlagen rund um Langenhorn nördlich ohne das nächtliche Dauerblinken auskommen. Minister Robert Habeck (Grüne) schaltete die Anlagen dunkel.

Habeck: Nachthimmel wird wieder dunkler
Im Bürgerwindpark in Langenhorn und Ockholm mit 6 Windenergieanlagen wurde die Kennzeichnung bereits seit März 2015 nur noch bei Bedarf eingeschaltet. Durch Erweiterungen in Langenhorn und Bordelum sind nun weitere 17 Windenergieanlagen nachts unsichtbar. Dazu musste das vorhandene Radarsystem um lediglich einen Sensor erweitert werden. Das System mit dem Namen airspex überwacht den Luftraum und schaltet nachts die rote Befeuerung aus, wenn kein Luftfahrzeug in der Nähe ist.

Habeck: „Es stört viele Menschen, wenn Windanlagen nachts durchgehend blinken und es nie ganz dunkel wird. Die Technik, um das zu beenden, ist inzwischen verfügbar. Im Land haben wir deshalb Anreize zur Installation geschaffen und treiben das Thema auch im Bund voran. Wenn es wieder dunkel ist am Nachthimmel, ist das ein wichtiger Beitrag zur Akzeptanz der Energiewende.“

Anreizsystem für bedarfsgesteuerte Hinderniskennzeichnung in Schleswig-Holstein
Windkraftanalgen müssen aus Gründen der Flugsicherheit nachts gekennzeichnet werden. Seit Ende 2015 ist dafür der Einsatz einer bedarfsgesteuerten Hinderniskennzeichnung von Windkraftanlagen möglich. Diese Kennzeichnung schaltet die Lichter in der Nacht erst ein, wenn sich Luftfahrzeuge nähern. Um eine schnellere Einführung der bedarfsgerechten Befeuerungssysteme voranzutreiben, hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein 2016 ein entsprechendes Anreizsystem etabliert. Für neue Windkraftanlagen ist es möglich, bei der Verwendung von bedarfsgerechter Befeuerung einen Abschlag auf die Ersatzzahlungen für die Eingriffe in das Landschaftsbild zu erhalten. Dabei werden auch Altanlagen berücksichtigt.

© IWR, 2017

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08.03.2017

 



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