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Windenergie-Hochzeit: Siemens und Gamesa dürfen verschmelzen

München/Zamudio, Spanien – Die Europäische Kommission hat grünes Licht für den geplanten Zusammenschluss des Windenergiegeschäfts von Siemens mit dem spanischen Anlagenhersteller Gamesa gegeben. Die beiden Unternehmen wollen einen neuen Windenergie-Giganten schmieden.

Die europäischen Wettbewerbsbehörden haben die Fusion von Siemens Windkraftgeschäft und Gamesa genehmigt. Damit sind alle aufschiebenden Bedingungen für den Zusammenschluss erfüllt.

Kommission sieht keine Wettbewerbsbeschränkung durch Fusion
Die kartellrechtlichen Genehmigungen für den Zusammenschluss liegen nun vor. Damit sind alle aufschiebenden Bedingungen für den Zusammenschluss erfüllt, den Siemens und Gamesa voraussichtlich Anfang April 2017 nach Eintragung des Zusammenschlusses im Firmenregister von Vizcaya vollziehen werden.

Die Kommission kommt in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass es keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen die Fusion gibt, da weiterhin eine Vielzahl glaubhafter Wettbewerber auf dem Markt verbleiben, insbesondere auf dem Onshore-Markt. Auch auf dem stärker konzentrierten Offshore-Markt, in dem Gamesa durch die Tochter Adwen vertreten ist, hält es die Kommission für unwahrscheinlich, dass der Zusammenschluss die Wettbewerbssituation beeinträchtigt. Grund ist, dass Adwen derzeit keinen Wettbewerbsdruck auf Siemens ausübe

Geschäftsführung: Historischer Moment und Meilenstein

„Wir haben einen Meilenstein auf unserem Weg erreicht, Gamesa und Siemens Wind Power zusammenzuführen und damit einen führenden Windturbinenhersteller zu schaffen“, erklärt Lisa Davis, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Die Unternehmen wollen sich mit ihren Stärken gegenseitig ergänzen. „Ich freue mich darauf, das neue Unternehmen so bald wie möglich an den Markt bringen zu können“, so Davis weiter.

Auch Ignacio Martin, Executive Chairman und CEO von Gamesa, freut sich über die uneingeschränkte Freigabe der Europäischen Kommission. „Dies ist ein historischer Moment sowohl für Gamesa als auch für Siemens Wind Power“, so Martín. „Mit dieser Freigabe kommen wir der Verwirklichung unserer Vision, einen globalen Marktführer und ein Unternehmen zu schaffen, das in allen wichtigen Windenergiemärkten vertreten ist, einen Schritt näher“.

Fusion schafft neuen globalen Player

Durch die Transaktion entsteht ein weltweit führender Windturbinenhersteller mit einer installierten Basis von 75.000 MW, einem Auftragsbestand von 20,9 Mrd. Euro und einem Umsatz von 11 Mrd. Euro. Die Zahlen basieren auf den Proforma-Angaben für die letzten zwölf Monate mit Stand Dezember 2016. Der bereinigte Pro-Forma-Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) beläuft sich auf insgesamt 1,06 Mrd. Euro. Siemens wird das zusammengeschlossene Unternehmen vollständig konsolidieren. Das neue Unternehmen bleibt weiterhin an der spanischen Börse notiert.

Aktien unbeeindruckt von Genehmigung

Die Aktien beider Unternehmen reagieren am Dienstag (13.04.2017) kaum auf die Genehmigung der Fusion. Die Siemens-Aktie gibt um 0,1 Prozent auf 122,75 Euro nach (Stand 10:55 Uhr, Xetra), die im RENIXX World notierte Aktie von Gamesa legt um 0,3 Prozent auf 21,58 Euro zu (Stand 10:59 Uhr, Börse Stuttgart).

© IWR, 2017

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