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Spezialauftrag: Abo Wind prüft 51 Windturbinen in der Lausitz

Wiesbaden - Abo Wind führt derzeit spezielle Prüfungen an 51 Windkraftanlagen in der Lausitz durch. Es geht um die Anlagenelektrik und die Einhaltung der Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Bei der Prüfung von Abo Wind geht es um die Einhaltung der Vorschrift 3 der Unfallverhütungsvorschrift Elektrische Anlagen und Betriebsmittel der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), die DGUV V3. Abo Wind hat nun den bislang größten Serviceauftrag dieser Art erhalten.

150 Messpunkte je Windkraftanlage

Wie Abo Wind mitteilt, handelt es sich um den bislang größten Einzelauftrag für DGUV-V3-Prüfungen der Abo Wind Service GmbH. In den kommenden Wochen überprüfen die Techniker des Unternehmens die 51 Windenergieanlagen der Typen Micon NM72c und NM82 jeweils an gut 150 Messpunkten vom Keller bis zur Nabe. Dazu entwickelte der Ingenieur und Abo-Wind-Mitarbeiter Marek Carbon zunächst auf die Mühlentypen abgestimmte Prüfkonzepte: „Wir prüfen jeden Anlagentyp nach einem individuellen Schema mit festem Ablauf und Prüfbericht. Das reduziert den Stillstand und macht die Anlagen besser vergleichbar, sowohl untereinander als auch im Laufe der Zeit. So fallen unseren Elektro-Fachkräften Abweichungen frühzeitig auf.“

Abo Wind hat Prüfung mitgestaltet - elektrische Unfälle verhindern

Jeder Windpark-Betreiber ist gesetzlich verpflichtet, regelmäßig die Elektrik seiner Anlagen zu überprüfen. Die DGUV-V3-Prüfung soll Mängel an der Elektrik aufspüren und gefährliche elektrische Unfälle verhindern. Abo Wind hat sich nach eigenen Angaben früh auf solche Elektro-Prüfungen spezialisiert und die DGUV-V3-Prüfung an Windenergieanlagen mitentwickelt. Jährlich prüft das Unternehmen mehrere hundert Anlagen.

Der Windenergieanlagen-Hersteller NEG Micon war im Jahr 1997 durch den Zusammenschluss der beiden dänischen Hersteller Nordtank und Micon hervorgegangen und dann im Jahr 2004 vom heutigen Weltmarktführer Vestas, ebenfalls Dänemark, übernommen.

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19.06.2017