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DLR gründet neues Institut für vernetzte Energiesysteme

Köln - Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die Gründung von gleich sieben neuen Instituten bekanntgegeben. Auf dem Energiesektor wird das Oldenburger Forschungszentrum Next Energy ins DLR integriert.

Der Senat des DLR hat als externes Gremium weitreichende Neuerungen beschlossen. Das DLR hat nun grünes Licht und kann mit dem Aufbau der neuen Forschungsaktivitäten in den Instituten vor Ort beginnen. Der Bund und die Länder unterstützen das DLR.

Neue Institute liefern Beiträge für die nationale Industrie und zu gesellschaftlichen Herausforderungen

"Mit den neuen Instituten kann das DLR die Forschungskette von der Grundlagenforschung über die Entwicklung einzelner Komponenten und Technologien bis hin zur Systemauslegung noch besser abdecken", sagte Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. Die Gutachter bescheinigten dem DLR für alle Institutsgründungen, dass die vorgeschlagenen Aktivitäten wesentlichen langfristigen Forschungsbedarf beinhalten und das Forschungsportfolio des DLR sehr gut ergänzen. Weiterhin wird eine starke Unterstützung aus der Wissenschaft, Wirtschaft und der jeweiligen Industrie gesehen.

Die sieben neuen Institute des DLR

In Augsburg entsteht das Institut für Test und Simulation für Gasturbinen mit dem Schwerpunkt der Weiterentwicklung neuer Triebwerkstechnologien. Das Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen in Bremerhaven widmet sich der Sicherheit von Infrastruktur wie Hafenanlagen, Schiffe auf hoher See, Handelsrouten oder Offshore-Windkraftanlagen. Das Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung in Dresden arbeitet zukünftig an den softwaretechnischen Grundlagen zur Realisierung des virtuellen Flugzeugs. Darüber hinaus werden neue Ansätze und Methoden zur Analyse und Verwaltung großer Datenmengen sowie zur simulationsgestützten Zertifizierung untersucht. In Hamburg entstehen zwei Luftfahrt-Institute: Das Institut für Systemarchitekturen in der Luftfahrt und das Institut für Instandhaltung und Modifikation. Das neue DLR-Institut für Datenwissenschaften hat seinen Sitz in Jena und sucht nach Lösungen für das Management von wissenschaftlichen Informationen aus allen DLR-Forschungsbereichen. Die Forscher entwickeln Datenbanken und Datenstrukturen, die es möglich machen, dass komplexe Informationen schnell zugänglich sind und sinnvoll miteinander verknüpft werden.

Oldenburger Forschungszentrum Next Energy wird DLR-Institut

Als Institut für Vernetzte Energiesysteme wird das Forschungszentrum Next Energy ins DLR integriert und neu ausgerichtet. Das Institut wird die Energieforschung im DLR ergänzen und ausbauen. Künftig sollen vorrangig systemorientierte Technologien und Konzepte für eine nachhaltige Energieversorgung entwickelt werden. Ziel des neuen Ansatzes ist es, trotz der Wetterabhängigkeit erneuerbarer Energien und der zunehmend dezentralen Strukturen ein stabiles und effizientes Energiesystem sicherzustellen. Mit seinen Abteilungen Stadt- und Gebäudetechnologien, Energiesystemtechnologie und Energiesystemanalyse widmet sich das Institut auch systemorientierten Fragestellungen zur intelligenten und effizienten Sektorkopplung in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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30.06.2017