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Nord-Bundesländer wollen mehr Offshore Windparks

Cuxhaven - Norddeutsche Länder und Verbände appellieren an die Bundesregierung und fordern ein Anheben des Deckels für den Ausbau der Offshore Windenergie. Heute wurde hierzu der Cuxhavener Appell 2.0 unterzeichnet.

Die Wirtschafts- und Energieminister sowie Senatoren der norddeutschen Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen haben heute in Cuxhaven gemeinsam mit Vertretern der Offshore-Städte sowie der Offshore-Windbranche einen gemeinsamen Appell für mehr Offshore Windparks unterzeichnet.

Unterzeichner des Cuxhavener Appells 2.0 legen 11 Punkteplan vor
In einem 11-Punkte-Papier fordern die Unterzeichner die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Offshore-Windindustrie zu verbessern. Bereits mit dem ersten gemeinsamen Appell im August 2013 war die politische Diskussion über die Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland maßgeblich gestaltet worden. Seitdem hat die Offshore-Windenergie erfreuliche Fortschritte gemacht, teilten die Initiatoren mit. So haben die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde im Mai 2017 die Wettbewerbsfähigkeit der Offshore-Windenergie eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auf Initiative von Niedersachsen werden mit dem Cuxhavener Appell 2.0 die aktuellen Herausforderungen für eine kontinuierliche Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland benannt.

Nord-Bundesländer und Windbranche fordern höhere Ausbauleistung für Offshore Windparks
In dem Appell setzen sich die Länder und die Branche vor allem für eine Anhebung des Ausbaudeckels von derzeit 15 Gigawatt (GW) Windkraftleistung auf See bis 2030 ein. Während Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (Schleswig-Holstein) für eine Erhöhung des Ausbaupfades auf mindestens 25 Gigawatt im Jahr 2030 plädiert, will der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Offshore-Windenergie e.V. (AGOW), Martin Skiba, dass "der Ausbaudeckel für Offshore-Wind auf 20 GW bis 2030 und mindestens 30 GW bis 2035 angehoben" wird.

Offshore Windindustrie droht Fadenriss
Die erste Ausschreibungsrunde im Frühjahr 2017 hat nach Angaben der Unterzeichner eindrucksvoll gezeigt, welchen kostengünstigen Beitrag die Windenergie auf See für die Energiewende leisten kann. Der erreichte Wendepunkt erfordere daher eine deutliche Anhebung der Ausbauziele. Die mit der Novelle des EEG 2014 verbundene Begrenzung des Ausbaus der Offshore-Windenergie sollte zeitnah auf den Prüfstand gestellt werden. Bereits heute zeichnet sich für die Jahre 2020 bis 2025 eine schwächere und ungleichmäßige Entwicklung ab, da der Ausbaudeckel zu niedrig ist für ausreichenden Wettbewerb und Innovationen. Es besteht die Gefahr, dass geschaffene Produktionskapazitäten nicht genutzt werden können und so Arbeitsplätze, industrielle Dynamik und Innovationskraft verloren gehen, heißt es in dem Appell.

© IWR, 2017


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11.09.2017

 



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