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Österreich: 1.000 MW Windenergie im Burgenland

St. Pölten, Österreich – Die Windenergie erobert auch die Alpenrepublik Österreich. Im österreichischen Bundesland Burgenland wurde nun mit prominenter Hilfe das Erreichen eines Meilensteins bei der Windenergie-Nutzung gefeiert.

Die weltweit jüngste Weltumseglerin Laura Dekker war in Österreich vor Ort, um eine ganz spezielle Windenergieanlage auf ihren Vornamen zu taufen. Die Windturbine lässt die Windenergie-Leistung im Burgenland über die Schwelle von 1.000 Megawatt (MW) steigen. Das macht einen erhebnlichen Anteil der insgesamt in Österreich installierten Windenergieleistung aus.

1.000 MW Meilenstein wird gefeiert
Bis zum Jahr 2000 erzeugte lediglich ein Windpark aus dem Jahr 1997 sauberen Strom für das Bundesland Burgenland im äußersten Osten Österreichs. Nun stehen im Burgenland bereits 426 Windkraftanlagen mit einer Leistung von mehr als 1.000 MW. Hiermit sei es möglich, Strom für rund 630.000 Haushalte zu erzeugen. „1.000 MW Windkraft im Burgenland ist ein schöner Anlass zu feiern, konnte doch das Bundesland diesen Meilenstein in nur zehn Jahren erreichen“, so Stefan Moidl, Geschäftsführer des Windenergie-Verbands IG Windkraft. Zur Symbolik dieses Meilensteins wurde nun ein Windrad aus dem Windpark Pama auf den Namen Laura getauft. Bereits 2003 wurde der erste Spatenstich für das Projekt Pama von IG Windkraft gesetzt. Seitdem wurde der Windpark sukzessiv erweitert. Durch die Inbetriebnahme von drei weiteren Windkraftanlagen Ende Juli 2017 produzieren nun insgesamt elf Windturbinen mit einer Gesamtleistung von rund 19 MW Strom. Insgesamt erzeugen in ganz Österreich nach Angaben von IG Windkraft gut 1.200 Windenergieanlagen mit einer Leistung von über 2.700 MW Strom.

140 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien
2006 hatte der Landtag im Burgendland beschlossen, dass das Bundesland bis 2013 so viel Strom selbst erzeugt, wie es auch verbraucht. „Mittlerweile erzeugt das Burgenland 140 Prozent des eigenen Stromverbrauches mit erneuerbaren Energien und versorgt auch die nahegelegene Bundeshauptstadt mit Ökostrom“, so Landeshauptmann Hans Niessl, der ergänzt: „Für die Energiewende brauchen wir aber viel mehr Ökostrom, um auch den Verkehr, die Wärmeversorgung und die Industrie erneuerbar versorgen zu können. Da haben wir noch viel vor.“

Dekker: Enorme Kraft des Windes auch zur Stromerzeugung nutzen
Die niederländisch-deutsch-neuseeländische Seglerin Laura Dekker, die 1995 auf See geboren wurde, hatte in den Jahren 2010 und 2011 als jüngste Seglerin aller Zeiten alleine die Welt umsegelt. Der Fall war in den Medien sehr präsent, weil die Eltern sie bereits mit 13 Jahren auf eine solche Reise schicken wollten, was in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert wurde. Letztlich war sie zu Beginn ihres Törns knapp 15 Jahre alt. Anlässlich der Windturbinentaufe in Österreich erklärte Dekker: „Der Wind hat eine enorme Kraft, die ich sehr gerne fürs Segeln nutze. Ich finde es gut, diese Kraft auch für die Stromerzeugung zu verwenden. Sie ist nachhaltig und wird uns von der Natur zu Verfügung gestellt. Windkraft ist unverzichtbar für den Klimaschutz.“

© IWR, 2017


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