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Abo Wind verdoppelt Überschuss

Der hessische Projektierer Abo Wind hat den Halbjahres-Überschuss auf knapp neun Millionen Euro nahezu verdoppelt. Mit Blick auf das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen optimistisch, an das Rekordergebnis des Vorjahres anknüpfen zu können.

Umsatz steigt auf neun Mio. Euro

Der Halbjahresabschluss des Abo Wind Konzerns weist mit 8,8 Millionen Euro für 2017 einen annähernd doppelt so hohen Überschuss aus wie im ersten Halbjahr 2016 aus (4,4 Mio. Euro). Der Umsatz beläuft sich im ersten Halbjahr auf 73,9 Mio. Euro (1. HJ 2016: 53,1 Mio. Euro). Gut 40 Prozent des Umsatzes erlöste der Konzern mit Bau- und Planungstätigkeiten in Deutschland. Finnland und Frankreich trugen jeweils mit rund 25 Prozent zum Geschäftsvolumen bei. Der Anteil Nordirlands und Spaniens betrug rund fünf Prozent. Die Verteilung der Umsätze auf fünf Länder zeige, dass die langfristige Strategie der zunehmenden Internationalisierung Früchte trage, so das Unternehmen.

Windpark-Verkauf in Frankreich treibt Ergebnis

Zum außerordentlich guten Ergebnis in den ersten sechs Monaten 2017 hat der Verkauf eines 100 Megawatt (MW) umfassenden Portfolios aus französischen Windkraftprojekten in unterschiedlichen Planungsstadien an den tschechischen Energieversorger CEZ beigetragen. Abo Wind hatte den größten Abschluss in der Unternehmensgeschichte bereits in Juni verkündet. Der Verkauf sieht neben einer einmaligen Vergütung für die Projektrechte weitere Zahlungen für das Fortschreiten der Projekte vor.

Die Zahlen stützen aus Unternehmenssicht die im Juli angehobene Ergebniserwartung für das Gesamtjahr 2017. „Wir gehen weiterhin von einem Ergebnis aus, das mindestens der Größenordnung des Vorjahres entspricht“, bekräftigt Vorstand Dr. Jochen Ahn. Im bisherigen Rekordjahr 2016 hatte das Unternehmen einen Jahresüberschuss von 16,5 Mio. Euro erreicht.

Abo Wind im Iran aktiv

Den Weg der Internationalisierung möchte das Unternehmen dabei weiter fortschreiben. So ist das Unternehmen auch im Iran aktiv und wird dort voraussichtlich noch in diesem Jahr ein erstes Projekt ans Netz bringen. Es geht um eine Photovoltaikanlage mit einem MW Leistung. „In dem für uns neuen Markt, in dem erneuerbare Energien noch recht exotisch sind, sammeln wir mit dem relativ kleinen Projekt wertvolle Erfahrungen“, sagt Ahn. Weitere größere Windparks, die nennenswert zur künftigen Stromversorgung im Iran beitragen könnten, befinden sich im Planungsstadium.

© IWR, 2017


04.10.2017