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950-MW-Projekt: Gute Karten für Riesen-Turbine von MHI Vestas Offshore

© MHI Vestas Offshore Wind© MHI Vestas Offshore WindEdinburgh – Die europäischen Energieversorger EDP Renovaveis und Engie planen einen gigantischen Windpark vor der Küste von Schottland. Nun haben sich die beiden Partner auf den Hersteller der Offshore-Turbinen verständigt.

MHI Vestas Offshore, ein Joint Venture des japanischen Mischkonzerns Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und des dänischen Windenergieanlagen-Herstellers Vestas, wurde für das schottische Offshore-Projekt Moray East als bevorzugter Lieferant der Windturbinen ausgewählt. Es geht um 100 riesige Meeres-Windkraftanlagen.

100 Anlagen vom Typ V164-9.5MW vorgemerkt
Beim Offshore-Windenergieprojekt Moray East des spanisch-portugiesischen Versorgers EDP Renovaveis sowie des französischen Energiekonzerns Engie kann eine Windleistung von bis zu 1.116 Megawatt (MW) installiert werden. Das Joint Venture Moray Offshore Windfarm East (Ltd), das zu 77 Prozent von EDP Renovaveis und zu 23 Prozent von Engie gehalten wird, plant jedoch aktuell, 950 MW zu installieren. Dazu hat man sich nun auf einen bevorzugten Anlagen-Hersteller geeinigt. MHI Vestas Offshore soll demnach insgesamt 100 Anlagen des Typs V164-9.5MW mit jeweils 9,5 MW Leistung installieren.

Der Windpark Moray East soll etwa 22 Kilometer östlich von Schottland auf Höhe des Ortes Dornoch in der Grafschaft Sutherland entstehen. Kürzlich hatte die Projektgesellschaft bei einer britischen Offshore-Ausschreibung mit einem Zuschlagswert von 5,75 britische Pence je Kilowattstunden (kWh) gewonnen. Das entspricht einer Vergütung von etwa 6,5 Eurocent je kWh für den Offshore-Windstrom.

Kosten für Offshore-Windstrom sinken weiter
Oscar Diaz, Projektdirektor für Moray East, hob das Engagement der Projektgesellschaft für die Wertschöpfungskette hervor. Davon profitierten die lokalen Häfen sowie globale Unternehmen. Man freue sich auf die Zusammenarbeit bei MHI Vestas und wolle die Chancen für lokale, nationale und internationale Interessen nutzen, indem man mit der Konstruktionsphase des Projektes beginne. Durch neueste Turbinentechnologie und Fortschritte bei der Planung und beim Projektablauf haben man die Kosten für die Offshore-Windenergie weiter senken können, so Diaz. Mit dem Zuschlagswert von 5,75 Pence liege man bei weniger als der Hälfte des Wertes für Offshore-Windparks, die derzeit installiert werden.

Vestas-Aktie klettert
Der 950 MW große Offshore-Windpark in der Nordsee soll nach dem aktuellen Planungsstand im Jahr 2022 fertig gestellt werden. Zuvor steht noch die finale Investitionsentscheidung für den bau des Meeres-Windparks aus.

Die Aktie von Vestas legt im Handel am heutigen Montag (30.10.2017) bislang um 2,2 Prozent auf 75 Euro zu (Stand16:06 Uhr, Börse Stuttgart).

© IWR, 2017


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30.10.2017