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Erneuerbare Energien legen in Baden-Württemberg 2016 zu

Stuttgart - Im Bundesland Baden-Württemberg steigt die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien 2016 weiter an. Der Anteil an Kohle- und Atomstrom sinkt zwar, die Kernenergie bleibt im Energie-Mix aber weiter auf Rang eins.

Die Stromerzeugung in Baden-Württemberg erreichte 2016 insgesamt 62,67 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das ist etwa ein Prozent weniger als im Vorjahr. Die Beiträge der einzelnen Energieträger an der Stromerzeugung entwickelten sich von 2015 zu 2016 allerdings recht unterschiedlich.

Kernenergie auf Platz 1 - weniger Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken
Der Einsatz von Kernenergie zur Stromerzeugung sank um 3,6 Prozent. Mit einem Anteil an der Bruttostromerzeugung von 34,6 Prozent blieb die Kernenergie stärkster Energieträger im Strommix Baden-Württembergs. Mit einem Minus von 6,1 Prozent kam die Steinkohle auf einen Anteil von 29,1 Prozent.

Die Erzeugung aus Erdgas legte um 9,3 Prozent hingegen zu und erreichte einen Anteil an der Bruttostromerzeugung von 6,0 Prozent. Aus sonstigen konventionellen Energieträgern kamen 5,0 Prozent. Dazu gehören unter anderem Heizöl, Braunkohle, Flüssiggas, Raffineriegas oder Pumpspeicherwasserkraftwerke ohne natürlichen Zufluss.

Erneuerbare Energien auf Rang drei - Biomasse auf Platz 1
Die erneuerbaren Energieträger rangieren 2016 in Baden-Württemberg an dritter Stelle im Strommix des Landes. Auf Platz eins im regenerativen Energiemix steht die Stromerzeugung aus Biomasse (+2 Prozent) mit einem Anteil von 7,8 Prozent. Die Stromerzeugung in den Wasserkraftwerken stieg um 12,8 Prozent und erreichte einen Anteil von 7,7 Prozent an der Stromerzeugung.

Gesunken ist die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen. Im Vorjahr 2015 war die Photovoltaik noch stärkster erneuerbarer Energieträger, 2016 lag sie mit einem Anteil von 7,5 Prozent nur noch an dritter Position. Die Stromerzeugung aus Windkraft erhöhte sich um 48,5 Prozent auf nunmehr 2,0 Prozent. Im bisherigen Rekordjahr 2016 gingen insgesamt 120 neue Windenergieanlangen in Baden-Württemberg in Betrieb. Das Umweltministerium erwartet, dass der Anteil der erneuerbaren Energien im Strommix weiter steigen wird.

© IWR, 2017


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