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Klimawandel treibt Kosten für Küstenschutz

Kiel – Eine Folge des Klimawandels sind schmelzende Eismassen an den Polen und ein weltweiter Anstieg des Meeresspiegels. Das betrifft auch die Küstenbundesländer, die ihre Investitionen in den Küstenschutz deutlich ausgeweitet haben.

Bereits 1963 wurde in Schleswig-Holstein nach der Katastrophenflut von 1962 der erste Generalplan Küstenschutz verabschiedet. Die Anpassung der Küstenschutzmaßnahmen an den Klimawandel treibt die Kosten für den Küstenschutz in die Höhe. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck hat jetzt die Jahresbilanz zum Küstenschutz vorgestellt.

Seit 1962 - 3,2 Mrd. Euro für Küstenschutz und Sturmflutsicherheit

Küstenschutz ist teuer. Das belegen die von Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck vorgelegten Zahlen. In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen des Generalplans Küstenschutz jährlich durchschnittlich etwa 19 Mio. Euro in die Verstärkung von Landesschutzdeichen investiert. Das sind rund 39 Prozent der jährlich für den Neubau von Küstenschutzanlagen verfügbaren Mittel in Höhe von 48,7 Mio. Euro. Seit 2012 wurden in Schleswig-Holstein rund 292 Mio. Euro in den Küstenschutz investiert. Zusammen mit den investiven Mitteln beläuft sich die Gesamtsumme der Kosten der Küstenschutzmaßnahmen und Erhaltung der Sturmflutsicherheit seit 1962 auf rund 3,1 Mrd. Euro.

Habeck fordert Hand in Hand von Küstenschutz und Klimaschutzpolitik

Neben der Verstärkung von Deichen werden mit den Mitteln von Bund, Land und EU unter anderem Sandvorspülungen auf den Inseln, Wegebauten an den Deichen, Deckwerke, Buhnen, Wellenbrecher, Verstärkungen von Sperrwerken, Arbeiten zum Aufbau des Vorlandes, Warftverstärkungen und Maßnahmen der Wasser- und Bodenverbände sowie der Gemeinden umgesetzt bzw. gefördert. Die Deiche und alle Verstärkungen wurden und werden vor dem Hintergrund des voranschreitenden Klimawandels nach dem sogenannten Klimaprofil gebaut. Dabei wird der Deich so konstruiert, dass bei späterem Bedarf eine Kappe ohne großen Mehraufwand aufgesetzt und der Deich so um rund 1 bis 1,5 Meter erhöht werden kann.

Minister Habeck sieht den Küstenschutz in Schleswig-Holstein insgesamt auf einem guten Weg, verweist aber auf die Bedeutung des Klimawandels: „Die nach dem Generalplan Küstenschutz von 2012 vorgesehenen Deichbaumaßnahmen schreiten voran“, so Habeck. „In Zusammenarbeit mit Bund und Ländern sowie auch auf internationaler Ebene werden wir uns auch weiterhin für einen vorsorgenden Hochwasserschutz einsetzen. Küstenschutz ist eine Langfriststrategie, aber nur mit einer ambitionierten Klima

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04.01.2018