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Daimler setzt auf Windstrom in der Produktion

© VSB Holding GmbH© VSB Holding GmbHDresden - Der auf Windenergie spezialisierte Projektentwickler VSB aus Dresden unterstützt die Mercedes-Benz Manufacturing Poland bei der CO2-neutralen Produktion. Das ermöglicht das spezielle polnische Fördersystem für Erneuerbare Energien.

Der Automobilkonzern Daimler will sein erstes Motorenwerk komplett mit Strom aus Erneuerbaren Energien versorgen. Der Standort des Windparks und die Mercedes-Benz-Produktionsstätte liegen in Polen.

Neue Mercedes-Benz Produktionsstätte in Jawor
Der neue Mercedes-Benz Produktionsstandort im polnischen Jawor wird nicht nur mit modernsten Fertigungsmethoden und Industrie 4.0 Technologien Maßstäbe setzen, sondern auch bei der Stromversorgung. Ab 2019 liefert der rund 10 km entfernte Windpark Taczalin umweltfreundliche Energie für die komplette Hightech-Fabrik. Die 22 Windkraftanlagen verfügen zusammen über eine installierte Leistung von 45,1 Megawatt und sind seit Ende 2013 in Betrieb. Entwickler und Betreiber des Windparks ist die VSB Gruppe aus Dresden. „Es ist wegweisend, dass ein internationaler Automobilkonzern sich für die lokale Stromlieferung aus Erneuerbaren Energien entschieden hat. Wir freuen uns, Mercedes Benz auf dem Weg zur CO2-neutralen Produktion zu unterstützen“, so Marko Lieske, Geschäftsführer der VSB Gruppe.

Neue Wege der Stromversorgung mit erneuerbaren Energien in Polen
Dass der Produktionsstandort von Vierzylindermotoren für Mercedes-Benz Pkw direkt mit Windenergie versorgt werden kann, ermöglicht das polnische Fördersystem für Erneuerbare Energien. Dieses erlaubt dem Produzenten, seinen Strom frei am Markt zu handeln oder über ein Power Purchase Agreement (PPA) zu verkaufen. Der jetztige Versorgungsvertrag ist der erste, der zwischen Industrie und Windbranche in Polen geschlossen wurde, so VSB. PPA-Strukturen werden mit einem großen Stromverbraucher geschlossen und sehen eine langfristige Stromabnahme zu einem vereinbarten Festpreis vor. Der Stromabnehmer hedged sich damit gegen steigende Strompreise, der Grünstromanbieter kann langfristig mit stabilen Einnahmen kalkulieren.

© IWR, 2018


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02.08.2018