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Ostwind-Joint-Venture verkauft Bayerns größten Waldwindpark

© Herbert Grabe / Ostwind© Herbert Grabe / OstwindRegensburg/Sengenthal/Zürich – Bayerns größter Waldwindpark hat einen neuen Eigentümer. Eine Schweizer Investmentstiftung hat die zwei Teilprojekte von der Max Bögl Ostwind GmbH (MBO) übernommen.

Nach einem erfolgreichen ersten Betriebsjahr hat das Joint Venture Max Bögl Ostwind GmbH (MBO) die räumlich zusammenhängenden Wald-Windparks Reichertshüll und Workerszeller Forst veräußert. Die beiden Waldprojeke zeichnen sich durch umfangreiche Naturschutzmaßnahmen aus, die im Zuge der Errichtung umgesetzt wurden.

Schweizer IST3 übernimmt Windparks mit 53 Megawatt Gesamtleistung
Der größte, die beiden Projekte Reichertshüll und Workerszeller Forst umfassende Waldwindpark in Bayern zwischen Nürnberg und Ingolstadt wurde von der in Zürich ansässigen IST3 Investmentstiftung übernommen. Die Regensburger Ostwind Gruppe hat die Projekte seit 2013 entwickelt und 2017 gemeinsam mit der Firmengruppe Max Bögl errichtet. Beide Unternehmen stammen aus Bayern und betreiben mit der Max Bögl Ostwind GmbH (MBO) ein Joint Venture für Windenergieprojekte. Der Verkaufsprozess wurde am 17. August 2018 am Sitz von IST3 in Zürich erfolgreich abgeschlossen.
Die beiden Teilprojekte umfassen insgesamt 16 Windenergieanlagen (WEA) vom Typ Nordex N131/3300 mit einer Gesamtleistung von etwa 52 Megawatt (MW), die größtenteils auf Flächen der Bayerischen Staatsforsten errichtet wurden. Der Windpark Reichertshüll im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Gemeinde Raitenbuch, besteht aus 11 WEA, im Windpark Workerszeller Forst im Landkreis Eichstätt in der Gemeinde Schernfeld produzieren 5 WEA Windstrom.

Leuchtturmprojekt: 2,7 Mio. Euro für Naturschutzmaßnahmen
Der Windparkkomplex gilt aufgrund seines Waldstandortes in Kombination mit umfangreichen Naturschutzmaßnahmen als Leuchtturmprojekt: Im Rahmen der Arbeiten wurden gut 2,7 Mio. Euro in ökologische Ausgleichsmaßnahmen und Ausgleichszahlungen investiert. Rein rechnerisch entspricht das fast 171.000 Euro pro WEA.
Zu den Maßnahmen zählten gemäß landschaftspflegerischem Begleitplan die Wiederaufforstung von 4,3 Hektar (ha) sowie die Schaffung von 3,48 ha Hutewald. Ziel der Maßnahmen war es laut Ostwind auch, den durch Fichtenmonokulturen geprägten Forst durch Anpflanzung von Baumarten, die resistenter gegenüber dem Klimawandel sind, aufzuwerten.

Waldwindparks und Naturschutz gehen Hand in Hand
„Wir zeigen damit nicht zum ersten Mal, dass Waldwindparks in Süddeutschland im Einvernehmen mit den umliegenden Gemeinden gebaut und wirtschaftlich betrieben werden können“, so Bernd Kiermeier, Vorstand der Ostwind AG. Michael Bögl, kaufmännischer Vorstand der Firmengruppe Max Bögl, ergänzt: „Der Waldwindpark Reichertshüll und Workerszeller Forst zeigt auf beeindruckende Weise, wie die Energiewende erfolgreich und naturverträglich umgesetzt werden kann.“ Dabei sieht er den Kauf durch die Schweizer IST3 Investmentstiftung als Win-Win-Situation: „Mit dem künftigen Engagement des Investors wird der Ausbau der erneuerbaren Energien in Süddeutschland weiter gefördert und das richtige Signal gesetzt.“


© IWR, 2018


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