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Erste Seekabel-Verbindung zwischen Großbritannien und Dänemark kommt voran

© Prysmina Group© Prysmina GroupMailand – Der Ausbau der Stromverbindungen zwischen den europäischen Ländern geht unvermindert weiter. Die Prysmian Group hat jetzt den Auftrag zur ersten Untersee-Stromkabelverbindung zwischen Großbritannien und Dänemark erhalten. Es ist die längste Stromkabelverbindung der Welt.

In Europa rücken die Länder beim Stromaustausch immer enger zusammen. In der Nordsee kommt nach dem Ausbau der Nordlink-Verbindung zwischen Deutschland und Norwegen die Gleichstrom-Netzverbindung „Viking Link Interconnector“ einen entscheidenden Schritt weiter. Das Projekt ist ein Meilenstein beim Ausbau des gesamten EU-Stromübertragungsnetzes.

Prysmian Group erhält Millionen-Auftrag für längste Stromkabel-Verbindung der Welt
Die italienische Prysmian Group, Weltmarktführer im Bereich Energie- und Telekommunikationskabel und -systeme, erhielt von der britischen National Grid Viking Link Limited und dem dänischen Netzbetreiber Energinet den Zuschlag für die Entwicklung von „Viking Link“, der ersten Untersee-Stromkabelverbindung zwischen Großbritannien und Dänemark. Der Auftrag im Wert von knapp 700 Millionen Euro umfasst die schlüsselfertige Planung, Herstellung und Installation von 80 Prozent der längsten Verbindungsleitung der Welt. Prysmian liefert und installiert für das Viking Link-Projekt insgesamt 1.250 Kilometer Kabel der Unterwasserstrecke und rund 135 Kilometer Landkabel auf der britischen Seite.

Gleichstrom-Übertragungsleitung senkt Stromkosten – Inbetriebnahme ab 2023
Die geplante Verbindungsleitung für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) wird mit ± 525 Kilovolt Gleichstrom betrieben und kann bis zu 1.400 Megawatt Strom zwischen den beiden Ländern durch britische, holländische, deutsche und dänische Gewässer übertragen. Zum Einsatz kommen masseimprägnierte, papierisolierte Single-Core-Kabel. Das HGÜ-Kabelsystem wird die Stromrichterstation in Bicker Fen in Lincolnshire (Großbritannien) mit der Stromrichterstation in Revsing in Südjütland (Dänemark) verbinden. Insgesamt sollen durch den Netzausbau mehr als 1,4 Millionen Haushalte besseren Zugang zu erneuerbaren und nachhaltigen Energiequellen erhalten, Stromkosten in Großbritannien gesenkt und gleichzeitig die Zuverlässigkeit des Stromnetzes erhöht werden.

© IWR, 2019


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26.07.2019

 



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