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Norweger verbinden Öl- und Gasplattformen mit Offshore Windpark

© Equinor© EquinorStavanger, Norwegen - Der norwegische Energiekonzern Equinor wird zusammen mit zwei Partnern vor der Küste Norwegens einen schwimmenden Offshore-Windpark bauen. Es wird der erste schwimmende Park sein, dessen Strom für die Energieversorgung von Öl- und Gasplattformen verwendet wird.

Equinor und die beteiligten Partnerunternehmen Snorre und Gullfaks haben eine endgültige Investitionsentscheidung für den schwimmenden Offshore-Windpark Hywind Tampen vor der norwegischen Küste getroffen. Mit dem erzeugten Offshore-Windstrom soll der Strombedarf von fünf Öl- und Gasplattformen in der norwegischen Nordsee zu etwa 35 Prozent abgedeckt werden.

Projekt soll Technologie für schwimmende Offshore-Parks voranbringen
Öl- und Gasplattformen in den norwegischen Nordsee-Öl-Feldern Snorre und Gullfaks werden die ersten Plattformen ihrer Art sein, die mit Strom aus einem schwimmenden Offshore-Windpark versorgt werden. Die Investitionsentscheidung zum Bau des Windparks haben der norwegische Energiekonzern Equinor und die beiden Betreiberunternehmen der Öl- und Gasplattformen Snorre und Gullfaks getroffen. Heute (10.10.2019) wurden den norwegischen Behörden zwei aktualisierte Pläne für Entwicklung und Betrieb vorgelegt.

Die Investitionen von Hywind Tampen werden sich auf fast 5 Milliarden NOK (rd. 500 Mio. Euro) belaufen. Die norwegischen Behörden haben über das norwegische Staatsunternehmen Enova, das die Energiewende in Norwegen vorantreiben soll, eine Finanzierungszusage von bis zu 2,3 Mrd. NOK (rd. 230 Mio. Euro) für das Projekt Hywind Tampen gegeben. Darüber hinaus hat der NOx-Fonds der norwegischen Industrie beschlossen, das Projekt mit bis zu 566 Mio. NOK (rd. 56 Mio. Euro) zu unterstützen.

"Seit fast 20 Jahren entwickeln wir systematisch Technologien für schwimmende Offshore-Windenergie. Die Entscheidung der Snorre- und Gullfaks-Partner trägt dazu bei, diese Technologie einen wichtigen Schritt voran zu bringen. Etwa 80 Prozent des globalen Ressourcenpotenzials für Offshore-Wind liegen in tiefen Gewässern, und schwimmender Offshore-Wind kann eine wichtige Rolle bei der Energiewende zu einer nachhaltigeren globalen Energieversorgung spielen. Dies bietet der norwegischen Industrie erhebliche Chancen", sagt Eldar Sætre, Chief Executive Officer von Equinor.

Voraussetzung für die Realisierung des Hywind Tampen Projekts war die Zustimmung der Behörden zur Verlängerung der Nutzungsdauer des Gullfaks-Feldes bis 2036 und des Snorre-Feldes bis 2040, d.h. bis zu 20 Jahre länger als ursprünglich geplant.

Über den schwimmenden Offshore-Windpark Hywind Tampen
Der Windpark wird aus 11 Windturbinen mit einer Leistung von jeweils 8 Megawatt (MW) bestehen, die mit der schwimmenden Fundamenttechnologie Hywind von Equinor ausgestattet sind. Es wird erwartet, dass die Turbinen des Windparks mit einer Gesamtleistung von 88 MW ausreichend Strom produzieren, um etwa 35 Prozent des jährlichen Strombedarfs der fünf Plattformen Snorre A und B, Gullfaks A, B und C zu decken. Durch die Reduzierung des Einsatzes von Gasturbinen auf den Feldern trägt das Projekt dazu bei, die CO2-Emissionen um mehr als 200.000 Tonnen pro Jahr zu senken.

Der Standort des Windparks befindet sich zwischen den Plattformen Snorre und Gullfaks in einer Küstenentfernung von etwa 140 Kilometern in Gewässern mit einer Wassertiefe zwischen 260 - 300 Metern. Hywind Tampen soll Ende 2022 in Betrieb genommen werden und wird vom Equinor-Büro in Bergen aus betrieben.

© IWR, 2019


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