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Stadt Harem in Niedersachsen zeigt Weg in die Energieautarkie

© Innogy© InnogyEssen - Im Emsland entsteht in der Stadt Harem das Energiesystem der Zukunft. Mit Hilfe eines Gesamtkonzepts soll die unabhängige Energieversorgung auf bis zu 75 Prozent steigen.

Über das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „cec - clean energy conversion" soll gezeigt werden, dass durch den Einsatz von 16 Windkraftanlagen in Kombination mit Batteriespeicher, Elektrolyseur und einem übergeordneten Energiemanagementsystem der Selbstversorgungsgrad der Stadt Haren deutlich optimiert werden kann.

Strom aus Bürgerwindpark kombiniert mit Großbatterie und Power-to-Gas-Anlage
In der Stadt Harem (nordwestlich von Meppen) wird das Zusammenspiel zwischen dem Bürgerwindpark Fehndorf-Lindloh und einem Speicherfeld demonstriert. Im Windpark werden 16 Windkraftanlagen des Typs Enercon E-138 EP3 E2 mit je 4,2 MW und einer Gesamtleistung von rd. 67 MW Leistung errichtet. Das neue Speicherfeld besteht aus einem Batteriespeicher mit einer Kapazität von 4,9 MWh und der Power to Gas-Anlage mit einer Leistung von 2 + 2 MW. In dieser Anlage wird der regenerative Strom in Wasserstoff umgewandelt und in das örtliche Gasnetz eingespeist. Die erforderliche Netzinfrastruktur im Bürgerwindpark besteht aus einem 110 kV-Netzanschlusspunkt, einem Umspannwerk und einer 11,6 Kilometer langen 110 kV-Kabelverbindung. Das „Herz" der Installation stellt die übergeordnete Steuerung der Komponenten dar.

Energieautarkie der Stadt Harem soll auf 75 Prozent steigen
Ziel des Forschungs- und Entwicklungsprojektes ist es, durch Verstetigung der Windenergie den Energiebedarf der Stadt Harem zu 75 Prozent zu decken. Mehrheitsgesellschafter des Bürgerwindparks ist der Projektierer Agrowea aus Twist, weitere Partner sind der Windkraftanlagen-Hersteller Enercon und beteiligte Bürger aus der Region Fehndorf-Lindloh. Im Auftrag des Bürgerwindparks bauen das Essener Energieunternehmen Innogy und sein Verteilnetzbetreiber Westnetz das Speicherfeld sowie die Netzinfrastruktur. Baubeginn für den Windpark ist Ende des Jahres, für das Speicherfeld und die Netzinfrastruktur der Herbst 2019.

© IWR, 2019


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