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China: Was die Klimaziele für Windkraft und Solarenergie bedeuten

Münster - China hat Ende Juni 2015 seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 bekanntgegeben. Nun folgen Forderungen, nach denen vor allem der Ausbau der Solar- und Windenergie stärker vorangetrieben werden soll.

Die Forderung kommt von der Chinese Renewable Energy Industries Association (CREIA). Als größter Treibhausgas-Emittent soll das Land der Mitte den Ausbau der erneuerbaren Energien noch stärker fördern, um seine ambitionierten Ziele zu erreichen.

China könnte noch mehr tun

Aus Sicht von Tang Wenqian, Executive Vice Secretary-General der CREIA, sind Solar- und Windenergie die besten Möglichkeiten, um Emissionen zu verringern. Andere klimaschonende Stromerzeuger wie Wasser- und Atomkraftwerke würden durch Fragen der Sicherheit und Verfügbarkeit limitiert. Deshalb sollen der Ausbau der Sonne- und der Windenergie auch die Hauptrolle spielen, um die chinesischen Ziele zu erreichen. China hat sich vorgenommen, die CO2-Intensität (also Emissionen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt) bis 2030 im Vergleich zu 2005 um 60 bis 65 Prozent zu reduzieren. Dafür sollen bis 2020 etwa 200.000 Megawatt (MW) Windenergie und weitere 100.000 MW Solarenergie installiert werden. Für 2015 plant China einen Ausbau der Solarenergie um immerhin 18.000 MW. Laut Tang ist das allerdings noch nicht genug. Er sagt, dass China noch mehr als die bisherigen Ziele erreichen soll und auch 40.000 bis 50.000 MW an zusätzlicher Solarleistung im Jahr machbar wären.

Es gibt bereits positive Ergebnisse

Die Treibhausgasemissionen sind in China seit 1997 drastisch angestiegen, wodurch mittlerweile etwa ein Viertel der globalen Emissionen aus diesem Land stammen. Bis 2030 soll nun der Höhepunkt erreicht werden, wobei 20 Prozent der Stromerzeugung aus nicht-fossilen Kraftwerken kommen sollen. Dafür müsste China 30 Mal mehr Strom aus Solar- oder neun Mal mehr aus Windenergie als im Jahr 2014 erzeugen. Wie Tian Miao, ein in Beijing ansässiger Analyst des Londoner Marktforschungsunternehmens North Square Blue Oak Ltd. sagt, sei dies auch erreichbar. Gleichzeitig werde die Expansion von Kohlekraftwerken gestoppt, die derzeit die meisten fossilen Brennstoffe in China nutzen.

Im Jahr 2014 konnte China zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren seine CO2-Emissionen reduzieren. Grund dafür sind ein schwächerer Wachstum des Energiebedarfs und der starke Ausbau von erneuerbaren Energien. Mit Investitionen in Höhe von 89,5 Milliarden Dollar (etwa 81,5 Milliarden Euro) ist China etwa für jeden dritten investierten Dollar weltweit verantwortlich. Dadurch konnte der Anteil der erneuerbaren Energien zusammen mit Atomenergie im Jahr 2014 von 9,8 auf 11 Prozent erhöht werden. Der Anteil von Kohle ist in der Zeit von 66 auf 64,2 Prozent gesunken.

© IWR, 2015

07.07.2015

 



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