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Shell und EDPR erhalten Grünes Licht für Offshore-Windpark in den USA

© Fotolia© FotoliaMadrid, Spanien - Ein Joint Venture zwischen Shell und der im RENIXX World gelisteten EDP Renewables (EDPR) hat vom US-Bundesstaat Massachusetts die Genehmigung für einen Offshore-Wind-Stromabnahmevertrag erhalten. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für den Bau eines Offshore-Windparks mit einer Leistung von über 800 Megawatt (MW) erreicht.

Die Regierung des US-Bundesstaates Massachusetts hat bekannt gegeben, dass das Shell-EDP-Joint Venture Mayflower Wind von den Stromverteilungsunternehmen des Commonwealth ausgewählt wurde, um in die Vertragsverhandlungen einzutreten und 804 MW Offshore-Wind für Massachusetts bereitzustellen. Grundlage ist ein Gesetz über die Energievielfalt aus dem Jahr 2016. Durch den Zuschlag wird sich die Offshore-Wind-Gesamtkapazität auf 1.600 MW erhöhen.

Mayflower Wind unterbreitet Gebot mit bestem Gesamtkonzept
Mayflower Wind Energy LLC, ein Joint Venture von Shell New Energies US LLC und EDPR Offshore North America LLC (EDPR), hat im Rahmen der Offshore-Ausschreibung „Clean Energy 83C II RFP“ im US-Bundesstaat Massachusetts den Zuschlag für einen Stromabnahmevertrag für einen Offshore-Windpark mit einer Leistung von 804 MW erhalten. Nach Angaben von EDPR wird die mit dem Offshore-Windpark erzeugte Energie ausreichen, um etwa eine halbe Million Haushalte mit Strom zu versorgen.

Zu den Kriterien, die bei der Bewertung der Angebote herangezogen wurden, gehörten eine wirtschaftliche Bewertung des Vorhabens, der Beitrag des Projektes zur Förderung der Beschäftigung und der wirtschaftlichen Entwicklung in Massachusetts sowie die Umweltauswirkungen des Projekts und der Nachweis, dass Auswirkungen für die regionale kommerzielle Fischerei vermieden bzw. minimiert werden. Im Rahmen der Prüfung der eingereichten Gebote wurde im Ergebnis festgestellt, dass Mayflower Wind den Kunden in Massachusetts den größten Gesamtwert bietet, indem jährlich eine Offshore-Windkapazität von ca. 800 MW bereitgestellt werden kann, mit erheblichen Vorteilen für die Stromkunden. Mayflower habe während des Ausschreibungsprozesses den Ausbau der Offshore-Windenergie zu einem wettbewerbsfähigeren Preis mit größeren wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten für das Commonwealth und die Südküste vorgeschlagen, als jeder andere Bieter, so die Regierung von Massachusetts.

Mayflower profitiert von Know-how der Muttergesellschaften
Mayflower Wind erwartet, dass der Offshore-Windpark, dessen Standort mehr als 20 Meilen südlich der Insel Nantucket liegt, langfristig zu Preisen unter einer Preisobergrenze von 84,23 US-Dollar pro Megawattstunde (USD / MWh) Strom liefern wird. Darüber hinaus wird erwartet, dass mit dem Projekt industriewirtschaftliche Effekte in einer Größenordnung von bis zu 10.000 Offshore- und Onshore-Jobs verbunden sind. Der Effekt für den Klimaschutz soll sich auf jährlich 1,7 Millionen Tonnen CO2 belaufen, die durch den Offshore-Strom eingespart werden können.

Als Tochtergesellschaft kann Mayflower auf die Erfahrung und das Know-how von Shell und EDPR zurückgreifen. Dazu gehört die erfolgreiche Entwicklung, Genehmigung, Finanzierung, Errichtung und der Betrieb von Offshore- und Onshore-Windprojekten und Offshore-Produktionsanlagen. Wie EDPR betont, verfügen die beiden Unternehmen über die Erfahrung aus dem Betrieb von 6.300 MW Onshore-Wind in den USA und der laufenden Entwicklung und dem Bau von Offshore-Windenergieprojekten mit einer Leistung von 2.700 MW in Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Schottland, die voraussichtlich bis 2023 in Betrieb sein werden.

Aktie von EDPR 2019 mit sattem Kursplus
Die im regenerativen Aktienindex RENIXX-World gelistete Aktie von EDP Renewables notiert im heutigen Handel mit einem Plus von 1,31 Prozent bei einem Kurs von 10,06 Euro. Seit Anfang 2019 hat die Aktie damit um etwa 36 Prozent zugelegt.

© IWR, 2019


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05.11.2019

 



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