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Ørsted schließt weltgrößten Offshore Wind PPA ab

© Ørsted© ØrstedFredericia, Dänemark / Leverkusen - Der dänische Energiekonzern Ørsted hat den bislang weltweit größten langfristigen Stromliefervertrag für grünem Strom aus einem Offshore-Windpark abgeschlossen. Vertragspartner ist der im Deutschen Aktienindex DAX gelistete Werkstoffhersteller Covestro aus Leverkusen.

Der Offshore-Windenergie-Spezialist Ørsted und Covestro, einer der weltweit führenden Anbieter von hochwertigen Polymer-Werkstoffen, haben einen 10 jährigen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement (PPA)) für Strom aus dem Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 in der deutschen Nordsee abgeschlossen. Damit ist Corvstro nach Angaben von Ørsted das erste große Chemieunternehmen in Deutschland, das einen PPA aus einer neuen Anlage mit einem Anbieter von erneuerbaren Energien unterzeichnet hat.

Ørsted vermarktet 100 MW von Borkum Riffgrund 3 über PPA
Der Offshore-Spezialist Ørsted hat mit dem Werkstoffhersteller Covestro den nach Angaben der beiden Unternehmen mit einer Kapazität von 100 Megawatt (MW) bislang weltweit größten Industriekunden-Liefervertrag für Offshore-Windstrom abgeschlossen. Corvestro wird ab 2025 über 10 Jahre hinweg Strom über das vereinbarte Volumen zu einem indexierten Festpreis von dem noch zu realisierenden Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 beziehen. Über den Stromliefervertrag soll ein wesentlicher Teil des Stromverbrauchs der Corvestro-Produktionsstandorte in Deutschland gedeckt werden. Das im DAX gelistete Unternehmen mit weltweit über 16.800 Mitarbeitern betreibt drei große Werke für chemische Vorprodukte (u.a. für Schaumstoffe, Lacke und Folien) in Nordrhein-Westfalen sowie Schleswig-Holstein.

„Mit dem Bezug von Grünstrom untermauern wir unsere umfassende Nachhaltigkeitsstrategie und rüsten uns für den zu erwartenden Anstieg der Energiepreise und CO2-Kosten“, so der Covestro-Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Steilemann. Gleichzeitig erhoffe sich Corvestro von der Kooperation mit Ørsted Anstöße für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland, so Steilemann weiter, der auch auf einen Nachahmungseffekt durch Kunden und Wertschöpfungsketten setzt. Für Martin Neubert, Executive Vice President und CEO von Ørsted Offshore ist der Abschluss über den Stromliefervertrag außerdem ein Beweis dafür, dass die deutsche Offshore-Windindustrie eine zuverlässige Quelle von grünem Strom ist und die Mengen liefern kann, die die stromintensive Industrie benötigt.

Inbetriebnahme von Borkum Riffgrund 3 voraussichtlich 2025
Das Ausbaugebiet für Borkum Riffgrund 3 befindet sich rund 53 Kilometer vor der Insel Borkum. Borkum Riffgrund 3 mit einer Gesamtkapazität von 900 MW bestand ursprünglich aus den drei einzelnen Projekten Borkum Riffgrund West 1 (420 MW), Borkum Riffgrund West 2 (240 MW) sowie Northern Energy OWP West (240 MW). Ørsted hat die Zuschläge für die drei Einzelprojekte in den Offshore-Wind-Auktionen 2017 und 2018 erhalten und im September 2019 unter dem Namen Borkum Riffgrund 3 zusammengeführt. Unter der Voraussetzung, dass die derzeit noch ausstehende finale Investitionsentscheidung erfolgt, wird Borkum Riffgrund 3 voraussichtlich im Laufe des Jahres 2025 in Betrieb genommen werden. Der Netzanschluss des Projektes wird für das Jahr 2024 erwartet. Der Standort von Borkum Riffgrund 3 befindet sich in der Nähe der bereits in Betrieb genommenen Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 1 und Borkum Riffgrund 2 in der deutschen Nordsee.

© IWR, 2019


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