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IG Windkraft: Einspeisetarif guter Kompromiss

Wien, Österreich - Die Einspeistarife für Ökostromanlagen in Österreich sind nun verabschiedet worden. Nach Einschätzung der IG Windkraft wurde mit 9,7 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) ein Tarif verordnet, der zwar unter dem europäischen Durchschnitt liege, es werde mit ihm aber wieder möglich sein, an den effizientesten Standorten Österreichs Windkraftanlagen zu bauen. Nachdem im Oktober 2009 die Ökostrom-Novelle endlich in Kraft getreten war, begannen unter den zuständigen Ministerien und den Sozialpartnern zähe Verhandlungen über die Einspeistarife.

Das Ökostromgesetz legt ein Ziel von 700 MW zusätzlicher Windkraftleistung bis 2015 fest. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Österreichs Windkraftunternehmen nach Berechnungen der IG Windkraft 1,3 Mrd. € in den nächsten fünf Jahren investieren. Durch die Anfangsinvestitionen und den darauf folgenden Betrieb entstünde heimische Wertschöpfung im Ausmaß einer Milliarde Euro. 3.500 Jahresarbeitsplätze beim Bau und 700 Dauerarbeitsplätze würden geschaffen. Der neue Tarif sei daher ein wichtiger Schritt.

Ob das 700 MW-Ziel tatsächlich erreicht werde, hängt nach Einschätzung des Verbandes aber nicht nur vom Tarif für 2010 ab, sondern von langfristig planbaren Rahmenbedingungen. So müssten etwa Ende des Jahres die Tarife neuerlich festgelegt werden, da die neue Verordnung nur bis Ende des Jahres befristet sei. Derzeit gebe es in Österreich 617 Windkraftanlagen mit 995 MW Leistung. Die Österreichische Windkraftzulieferindustrie habe ein Exportvolumen von über 350 Mio. € im Jahr.

03.02.2010

 



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