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RWE beteiligt sich an Floating Offshore-Windenergie Projekt vor spanischer Küste

© RWE Renewables © RWE Renewables Essen / Bilbao, Spanien - Schwimmende Offshore-Windparks ermöglichen die Windenergienutzung auch an Standorten, die bislang aufgrund großer Wassertiefen nicht zur Verfügung standen. RWE Renewables und Saitec Offshore Technologies erproben neue Wege, um Offshore-Windparks kostengünstig in tiefen Gewässern zu errichten und zu betreiben.

Noch ist die Zahl schwimmender Offshore-Windparks weltweit gering. Das weltweite Potenzial für diesen Ansatz zur Windstromerzeugung ist allerdings riesig, da Standorte mit hohem Windpotenzial in deutlich größeren Wassertiefen erschlossen werden können. RWE Renewables, die auf regenerative Energien spezialisierte Tochterunternehmen von RWE, kooperiert mit dem spanischen Bauunternehmen Saitec Offshore Technologies, um die von Saitec entwickelte SATH-Technologie für schwimmende Offshore-Windenergieanlagen voranzubringen.

SATH-Technologie verspricht Kostenvorteile im Zukunftsmarkt für Floating Offshore
In dem Pilotprojekt „DemoSATH“ testen RWE Renewables und das spanische Unternehmen Saitec Offshore Technologies ab 2021 eine schwimmende Plattform für Windenergieanlagen vor der Baskischen Küste. Die SATH-Technologie (SATH = Swinging Around Twin Hull) basiert auf einem katamaran-ähnlichen Schwimmkörper aus modular vorgefertigten und anschließend verspannten Betonteilen. Der Schwimmkörper kann sich entsprechend der Wind- und Wellenrichtung um einen fixen Verankerungspunkt ausrichten. Bei dem Projekt sollen Daten gesammelt und operative Erkenntnisse aus Errichtung, Betrieb und Wartung der Anlage gewonnen werden. Das Pilotprojekt geht über 3,5 Jahre: 18 Monate für Planung und Bau der Anlage und eine auf zwei Jahre ausgelegte Betriebsphase.

Die auf Erneuerbare Energien spezialisierte RWE-Tochter beteiligt sich an den Projektkosten und bringt ihre langjährige Offshore-Erfahrung ein. Im Gegenzug erhält RWE Renewables Zugang zu den Erkenntnissen aus dem Projekt. Im Fokus stehen dabei die Leistung und das Lastverhalten der Anlage unter Normal- und Extrembedingungen. Außerdem geht es den Partnern darum, Betriebserfahrungen zu sammeln, die für die Planung künftiger kommerzieller Parks unverzichtbar sind. So sollen etwa sichere und effiziente Lösungen für den Personal-Wechsel vom Serviceschiff auf die Plattform und für den Austausch von Großkomponenten erprobt werden.

Beton-Plattform DemoSATH mit 2-MW-Windturbine soll im Herbst 2021 in Betrieb gehen
Saitec verantwortet bei dem DemoSATH-Projekt Konstruktion und Projektmanagement. Während der Testphase übernimmt das Unternehmen zudem den Betrieb, die Wartung und die Datenpflege. Dadurch sei Saitec Offshore Technologies in der Lage, in allen Phasen Verbesserungs- und Optimierungsmöglichkeiten zu erfassen, so RWE Renewables.

Die Aufbauten sowie die 2-MW-Windturbine für den DemoSATH-Prototyp werden im Hafen von Bilbao montiert. Die Grundfläche der Konstruktion wird etwa 30 Meter breit und rund 64 Meter lang sein. Die Plattform samt Turbine soll danach an ihren Standort in dem Offshore-Testfeld Biscay Marine Energy Platform (BIMEP) etwa 3 Kilometer vor der baskischen Atlantikküste geschleppt werden. An dieser Stelle ist das Meer rund 85 Meter tief. Die schwimmende Plattform wird über hybride Ankerleinen aus Ketten und Kunstfaserseilen auf Position gehalten. Es ist geplant, die Windenergieanlage voraussichtlich im dritten Quartal 2021 in Betrieb zu nehmen. Die im Projektverlauf erzeugte Elektrizität wird in das spanische Stromnetz eingespeist.

DemoSATH ist das zweite Projekt von Saitec in offenen Gewässern: Im April 2020 ist im Rahmen des Projektes BlueSATH der Einsatz eines Prototypen-Modells einer 10 MW-Anlage im Maßstab 1:6 vor der spanischen Küste von Santander geplant. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Betrieb des Prototypen-Modells sollen in das Modell der 2 MW-Anlage des DemoSATH-Projektes einfließen.


© IWR, 2020


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26.02.2020

 



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