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Siemens Gamesa Q3 2020 Bilanz: Umsatz rückläufig, Nettoergebnis bricht ein

© Siemens Gamesa© Siemens GamesaZamudio, Spanien - Siemens Gamesa hat heute (30.07.2020) die Zahlen für das dritte Quartal 2019 (Q3, April - Juni 2020) veröffentlicht. Trotz eines tiefroten Nettoergebnisses dreht die Aktie nach anfänglichen Verlusten im weiteren Handelsverlauf ins Plus.

Der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa ist im dritten Quartal 2020 mit einem Nettoergebnis von -466 Millionen Euro (Mio. Euro) tief in die roten Zahlen gerutscht. Auch beim bereinigten EBIT steht ein millionenschwerer Verlust zu Buche. Der neue Siemens Gamesa Chef Andreas Nauen sieht vor allem beim Geschäftsfeld Onshore-Windenergie großen Handlungsbedarf. Maßnahmen für den Turnaround habe Siemens Gamesa eingeleitet, so Nauen.

Siemens Gamesa in Q 3 2020 mit Umsatzrückgang und tiefrotem Ergebnis
Der deutsch-spanische Hersteller von Windturbinen, Siemens Gamesa, hat die Bilanz für das dritte Quartal 2020 veröffentlicht. Im dritten Quartal 2020 verzeichnete Siemens Gamesa demnach einen deutlichen Umsatzrückgang um etwa 8,4 Prozent auf 2,41 Milliarden Euro (Mrd. Euro) (Q 3 1019: 2,63 Mrd. Euro). Das bereinigte EBIT in Q3 2020 fiel auf -161 Millionen Euro, mit einer negativen EBIT-Marge von -6,7 Prozent. Der Nettoverlust im Quartal fällt mit einem Minus von 466 Millionen Euro deutlich höher aus als die erwarteten - 165 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal konnte Siemens Gamesa noch einen Gewinn von 21 Mio. Euro ausweisen.

In den Zahlen spiegeln sich nach Angaben von Siemens Gamesa die Auswirkungen von COVID-19 auf das operative Geschäft wider. Sichtbar werden auch die Probleme, die sich für das Unternehmen derzeit in einigen Onshore-Märkten wie Indien, Mexiko sowie Nordeuropa aufgrund von Verzögerungen beim Projektabschluss ergeben. "Wir befinden uns in einer komplizierten Periode, als Branche und als Unternehmen, und die Zahlen, die wir heute vorgelegt haben, spiegeln dies wider“, kommentiert der neue Siemens Gamesa CEO Andreas Nauen die Zahlen. Es würden allerdings bereits Maßnahmen ergriffen, um den Turnaround im Onshore-Geschäft zu schaffen und zur Profitabilität zurückzukehren, so Nauen weiter. Nauen wurde im Juni 2020 zum CEO von Siemens Gamesa ernannt und mit der Aufgabe betraut, den Turnaround des Unternehmens voranzutreiben.

Ausblick: Solide Grundlage für die Zukunft
Auf der Grundlage eines Rekordauftragsbestandes von 31,5 Mrd. Euro (+25 Prozent y/y) und einer starken Liquiditätsposition mit 4 Mrd. Euro Finanzierungslinien, von denen nur 1,2 Milliarden Euro in Anspruch genommen wurden, sieht sich Siemens Gamesa für die weitere Entwicklung grundsätzlich gut aufgestellt.

Für das laufende Jahre erwartet der RENIXX-Konzern einen Umsatz zwischen 9,5 und 10 Mrd. Euro und eine bereinigte EBIT-Marge zwischen -3 Prozent und -1 Prozent. Dies entspricht einem Rückgang des Umsatzes um 1 Milliarde Euro und einer Rentabilität zwischen 200 und 250 Millionen Euro im Vergleich zur vorherigen Prognose. Siemens Gamesa hatte seine Finanzprognose für das 20. Geschäftsjahr im April wegen der Unsicherheit über die Auswirkungen der COVID-19-Krise zurückgezogen. Die jetzt vorgelegte Prognose für das am 30. September endende Geschäftsjahr 2020 erfolge auf der Grundlage einer besseren Sichtbarkeit für die Situation und beinhalte auch die Auswirkungen der Übernahme der Senvion-Aktiva, so Siemens Gamesa.

Aktie dreht ins Plus und legt deutlich zu
Nachdem es am heutigen Handelstag (30.07.2020) erst zu Kursverlusten gekommen ist, hat die Siemens Gamesa Aktie im weiteren Verlauf gedreht. Aktuell notiert der Kurs mit einem Tagesplus von 6,35 Prozent bei einem Kurs von 20,17 Euro (Xetra, 15:00 Uhr). Damit hält der aktuelle Höhenflug der Siemens Gamesa Aktie trotz der schwachen Q3-Zahlen weiter an. Seit Anfang Juli hat der Kurs des RENIXX-Konzerns um etwa 25 Prozent zugelegt.


© IWR, 2020


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30.07.2020

 



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