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Netzanschluss der Offshore-Windparks Arcadis Ost 1 und Baltic Eagle im Plan

© Jan Pauls / 50Hertz© Jan Pauls / 50HertzBerlin - Der Bau des Offshore-Netzanschluss-Systems Ostwind 2 läuft wie geplant. An das System werden die beiden Ostsee Offshore-Windparks Arcadis Ost und Baltic Eagle angebunden, die ab 2023 in Betrieb gehen sollen.

Der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz hat beim Bau des Offshore-Netzanschlusses Ostwind 2 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Für den weiteren Offshore-Ausbau fordert 50 Hertz vor dem Hintergrund der Bedeutung der Offshore-Windenergie für die Klimaschutzziele eine gleichberechtigte Stellung der Offshore-Windenergie gegenüber anderen maritimen Nutzungsfunktionen.

Bau von Ostwind 2 kommt planmäßig voran - Seileinzug bei Lubmin startet
Die Arbeiten für den Offshore-Netzanschluss Ostwind 2 der beiden Offshore-Windparks Arcadis Ost 1 und Baltic Eagle in der Ostsee kommen planmäßig voran. Spezialfirmen haben jetzt für die drei Kilometer lange Landverbindung zwischen der Anlandestelle am Greifswalder Bodden und dem Umspannwerk Lubmin mit dem Kabelzug begonnen. Ab 2023 sollen die beiden Windparks mit einer Leistung von 725 Megawatt (MW) Offshore-Windstrom erzeugen und in das Höchstspannungsnetz von 50Hertz einspeisen. In diesem Seegebiet nordöstlich der Insel Rügen sind über den 50Hertz-Netzanschluss Ostwind 1 bereits die beiden Windparks Wikinger und Arkona mit einer Erzeugungsleistung von 735 MW im Regelbetrieb.

"Unser Projekt Ostwind 2 liegt gut im Zeit- und Kostenplan. Zusammen mit der Netzanbindung Ostwind 1 werden wir schon in wenigen Jahren Windstrom für umgerechnet über 1,5 Millionen private Haushalte von der Ostsee an Land und zu den Verbrauchszentren transportieren können", so der Vorsitzende der 50Hertz-Geschäftsführung Stefan Kapferer. Das von der EU-Kommission verkündete Ziel, die Erzeugungsleistung aus Offshore-Windenergie in der Nord- und Ostsee bis 2050 auf 300 GW zu steigern, könne nur unter Ausschöpfung möglichst aller Flächenpotenziale in Nord- aber eben auch in der Ostsee gelingen, mahnt Kapferer für die Zukunft einen stärkeren Ausbau der Offshore-Windenergie an. Den Willen zur Kooperation vorausgesetzt, sei in der deutschen Ostsee eine Verdreifachung, zumindest aber eine Verdopplung der jetzt installierten Erzeugungsleistung möglich und sollte aufgrund der langen Planungszeiträume jetzt angegangen werden. Um das EU-Klimaziel erreichen zu können, sei es zudem erforderlich, dass der Klimaschutz auf dem Meer in den Raumordnungs- und Flächenentwicklungsplänen gegenüber der Forschung oder der maritimen Wirtschaft eine gleichberechtigte Stellung hat, so Kapferer weiter.

Offshore-Koalition für nachhaltigen und konsequenten Offshore-Ausbau
Für einen nachhaltigen und konsequenten Ausbau der Offshore-Windenergie setzen sich auch 18 Umwelt- und Klimaschutzorganisationen, Unternehmen und Verbände ein, die in der Renewables Grid Initiative zusammenarbeiten. In einem Memorandum of Understanding (MoU) fordert diese Offshore-Koalition klare Meilensteine für die Jahre 2030, 2040 und 2050 sowie maritime Raumpläne, die über den derzeitigen Sechsjahreszyklus hinausgehen. Die Unterzeichner setzen sich für eine Abkehr von der Parzellierung des Meeresbeckens nach einzelnen Nutzungsarten ein. Stattdessen müsse das Meer weitgehend als einheitliches Ökosystem betrachtet und erhalten werden. Windparks auf See werden heute bereits im Einklang mit den Erfordernissen des Natur- und Meeresschutzes gebaut und betrieben. D.h., dass einer Minderungspriorisierung entsprechend die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zunächst zu vermeiden und zu minimieren, dann wiederherzustellen und erforderlichenfalls auszugleichen sind. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören neben den ÜNB 50Hertz, Amprion, Tennet und Vattenfall u.a. die Umweltschutzorganisationen Birdlife International, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), das Climate Action Network Europe, Greenpeace und der World Wide Fund for Nature.


© IWR, 2020


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