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Zweite Offshore-Turbine von Siemens Gamesa erhält taifun-taugliches Typenzertifikat

© Siemens Gamesa© Siemens GamesaZamudio, Spanien - Der Offshore-Windenergiemarkt im asiatisch-pazifischen Raum entwickelt sich mit einer wachsenden Dynamik. Zum Teil extreme Witterungsbedingungen erfordern allerdings taifun-taugliche Turbinen. Siemens Gamesa hat in diesem Bereich einen weiteren Meilenstein erreicht.

Siemens Gamesa hat für eine zweite Offshore-Windenergieanlage ein Typenzertifikat erhalten, das der Turbine die Tauglichkeit gegenüber Taifunen bescheinigt. Neben der Eignung für extreme Windbedingungen hat Siemens Gamesa bei der Entwicklung seiner Offshore-Plattformen auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber hohen bzw. niedrigen Umgebungstemperaturen im Blick. Der im RENIXX gelistete Hersteller von Windkraftanlagen geht davon aus, dass diese Produkteigenschaften zur weiteren Erschließung des Offshore Windenergie Marktes im asiatisch-pazifischen Raum beitragen werden.

Zertifikat bescheinigt Widerstandsfähigkeit gegen extreme Witterungsbedingungen
Siemens Gamesa hat vor kurzem als einer der ersten Turbinenhersteller weltweit ein zweites IEC-Typenzertifikat für die Rotor-Gondel-Baugruppe (RNA) erhalten, das die Widerstandsfähigkeit gegen extreme Windbedingungen bescheinigt. Die Offshore-Windturbine SG 11.0-200 DD wurde vom TÜV Nord neben der Offshore-Windturbine SG 8.0-167 DD mit diesem Zertifikat ausgezeichnet. Beide Siemens Gamesa-Maschinen halten damit Windgeschwindigkeiten der Taifun- oder T-Klasse nach IEC von 57 Metern pro Sekunde für 10 Minuten und Drei-Sekunden-Böen von bis zu 79,8 Metern pro Sekunde stand.

Die Anlage SG 11.0-200 DD hat eine Nennleistung von 11 Megawatt (MW) und einen Rotor mit 200 Metern Durchmesser und 97 Meter langen Rotorblättern. Die Windenergieanlage SG 8.0-167 DD hat eine Nennleistung von 8 MW und einen Rotor mit 167 Metern Durchmesser, bei dem 81 Meter lange Rotorblätter zum Einsatz kommen. Beide Produkte nutzen die gleiche patentierte Siemens-Gamesa-Direct-Drive-Generatortechnologie.

"Wir wollen sicherstellen, dass unsere Turbinen den extremen Wetterereignissen wie Taifunen im asiatisch-pazifischen Raum standhalten können. Daher sind wir sehr stolz darauf, diese zweite Typenzertifizierung für die Rotor-Gondel-Baugruppe erhalten zu haben“, so Marc Becker, CEO der Siemens Gamesa Offshore Business Unit.

Maximale technische Standard für Unterstützung der Offshore-Windenergie
Zusätzlich zur Einhaltung der T-Class-Windgeschwindigkeit arbeitet Siemens Gamesa eng mit lokalen Behörden und Zertifizierungsstellen zusammen, um sicherzustellen, dass alle geltenden Normen berücksichtigt werden. So ist das Unternehmen beispielsweise Teil des internationalen ACE (Alleviating Cyclone and Earthquake challenges for wind farms) Joint Industry Project. Die Initiative zielt darauf ab, branchenübergreifende Erfahrungen zu sammeln, um die Konstruktionsmethoden von Windkraftanlagen für extreme Umweltbedingungen anzugleichen.

"Im Laufe der Jahre haben wir eine einzigartige Erfolgsbilanz in der Branche aufgebaut, auch im asiatisch-pazifischen Raum, wo wir das allererste kommerzielle Projekt in Taiwan, Formosa 1, installiert und gewartet haben. In Zukunft werden wir diese Erfahrung nutzen und uns darauf vorbereiten, die höchstmöglichen Standards zu liefern, um die breitere Einführung von Offshore-Wind in der Region zu unterstützen", so Niels Steenberg, Siemens Gamesa Executive General Manager für Offshore in Asien-Pazifik.

Bis heute sind über 1.200 Einheiten der Offshore-Direct-Drive-Plattform weltweit installiert und in Betrieb, darunter auch im asiatisch-pazifischen Raum beim Projekt Formosa 1 in Taiwan. Die Robustheit der installierten Flotte werde durch Verfügbarkeitsraten über die 1.200 Einheiten von über 97 Prozent im Kalenderjahr 2020 demonstriert, so Siemens Gamesa.

Aktie nach deutlichen Gewinnen in erster Wochenhälfte unter Druck
Nachdem die Siemens Gamesa Aktie an den ersten drei Tagen der Handelswoche um 5,3 Prozent auf einen Kurs von 28,79 Euro zugelegt hat, steht die Aktie am heutigen Vormittag in einem insgesamt schwachen Börsenumfeld unter Druck. Aktuell liegt die Aktie des RENIXX-Konzerns mit einem Minus von 3,61 Prozent bei einem Kurs von 27,75 Euro (08.07.2021, Börse Stuttgart). Auf Jahressicht ergibt sich damit ein Kursminus von etwa 15 Prozent.


© IWR, 2021


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