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Bayern unterstützt Probebetrieb von Wasserstoffzug - Passagierbetrieb ab 2024

© Siemens© SiemensMünchen-Perlach - Im Nutzfahrzeugbereich laufen die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für den Markthochlauf von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen wie Bahn-Triebwagen und Bussen auf Hochtouren. In Deutschland strebt das Bundesland Bayern dabei eine führende Rolle an.

Die bayerische Landesregierung hat im letzten Jahr (2020) die Bayerische Wasserstoffstrategie vorgestellt. Ziel ist es, den Freistaat zu einem weltweiten H2-Technologieführer zu entwickeln. Ein wichtiger Baustein im Rahmen der Strategie ist ein wasserstoffbetriebener Zug, der ab 2023 den Probebetrieb aufnehmen soll. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde jetzt unterzeichnet.

30 Monate Probebetrieb des H2-Zugs im Netz der Bayerischen Regiobahn auf der Agenda
Die Bayerischen Staatsministerien für Wirtschaft und Verkehr unterstützen die Durchführung eines Probebetriebs mit einem wasserstoffbetriebenen Zug der Siemens Mobility GmbH in Bayern. Der zweiteilige Triebzug soll unter anderem auf der Strecke Augsburg - Füssen getestet und ab Mitte 2023 eingesetzt werden. Der Pilotbetrieb im Netz der Bayerischen Regiobahn (BRB) ist auf zunächst 30 Monate angelegt. Der Wasserstoff-Zug wird in dieser Zeit in Augsburg stationiert. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten am Montag (12.07.2021) der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer mit führenden Vertretern von Siemens Mobility und der Bayerischen Regiobahn (BRB).

„Wir setzen das Projekt gemeinsam mit den Partnern auf das Gleis, weil wir überzeugt sind, mit Wasserstoff einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs leisten zu können. Wir werden in Bayern beweisen, dass mit grünem Wasserstoff Wirtschaft und Klimaschutz unter einen Hut zu bekommen ist", freut sich Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger über die Entwicklungspartnerschaft.

„Wasserstoff birgt ergänzend zur direkten Stromnutzung durch seine vielfältigen und flexiblen Anwendungsbereiche das Potenzial, auch den Bereich des Schienenverkehrs zukünftig vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Ich freue mich, dass der Freistaat diese innovative Technik auf diesem Wege auch im Regelbetrieb testen kann“, begrüßt Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, das Projekt.

Erste Sonderfahrten des Wasserstoff-Zugs ab 2023 - offizieller Passagierbetrieb ab 2024
Der Wasserstoffzug wird auf Basis der Mireo Plus H-Plattform von Siemens Mobility entwickelt. Er soll auf oberleitungsfreien Strecken fahren und hat eine Reichweite von bis zu 800 km. Die Hauptkomponenten des Wasserstoffantriebs sind zwei auf dem Dach montierte Brennstoffzellen. Komplettiert wird das System von Unterflurbatterien neuester Generation der Firma Saft. Das Fahrzeug soll im Frühjahr 2022 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Erste Sonderfahrten in Bayern sind für das Jahr 2023 geplant, bevor das Fahrzeug im Januar 2024 den offiziellen Passagierbetrieb aufnimmt.

Siemens Mobility wird den Regionalzug Mireo im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens sowohl als Wasserstoff- als auch als batteriebetriebenen Zug anbieten.


© IWR, 2021


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