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Norwegen will industrielle Position im Offshore-Windmarkt stärken

© Arne Reidar Mortensen / Equinor ASA© Arne Reidar Mortensen / Equinor ASAOslo – Die norwegische Industrie hat durch das Öl- und Gasgeschäft jahrzehntelange Offshore-Erfahrungen sammeln können. Diese einzigartige Position und das vorhandene Know-how sollen bei dem Aufbau einer Offshore-Windindustrie in Norwegen genutzt werden.

Das norwegische Ministerium für Handel und Industrie unterstützt das Ocean Grid Windenergie-Projekt im Rahmen des Green Platform-Programms. Ziel ist die langfristige Schaffung grüner Arbeitsplätze und eine Steigerung der Exporteinnahmen. Motor und Initiator ist allerdings der Green Deal der EU.

Neues Kabeldesign für Offshore Windenergie-Netze
In dem norwegischen Ocean Grid Projekt geht es vorrangig um die Art und Weise, wie Offshore-Wind an das Netz angeschlossen wird. Die Arbeiten sollen sowohl bodenfeste als auch schwimmende Windparks (Floating Offshore) umfassen und langfristig die Schaffung grüner Arbeitsplätze und Steigerung der norwegischen Exporteinnahmen ermöglichen.

„Unser Ziel ist es, Offshore-Wind im großen Maßstab zu realisieren. Wir müssen Windparks kostengünstig bauen und natürlich den Strom bis zum Kunden bringen. Entscheidend für unseren Erfolg ist, dass die Energieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Zulieferer an diesem Ziel zusammenarbeiten“, sagt Florian Schuchert, Vice President of Offshore Wind Solutions bei Equinor und Leiter des Projekts.

Projekt Ocean Grid – Marktgestaltung und Betrieb von Offshore-Stromnetzen
Das Ocean Grid-Projekt wird sich auch mit der Frage der Marktgestaltung und des regulatorischen Rahmens im Zusammenhang mit der Entwicklung und dem Betrieb eines Offshore-Stromnetzes zum Anschluss großer Offshore-Windparks befassen. Es wird norwegische Technologie und eine Zulieferindustrie entwickeln, um neue Kabeldesigns, Unterwassertechnologie und schwimmende Konverterstationen bereitzustellen. Ocean Grid hat auch eine Forschungskomponente unter der Leitung der Forschungsorganisation Sintef, die spezifische Forschungsherausforderungen lösen wird.

Offshore Windindustrie in Norwegen - Green Deal der EU als Motor und Initialzündung
Mit Blick auf das EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 hatte die Europäische Kommission eine EU-Strategie für erneuerbare Offshore-Energie entwickelt und am 19.11.2020 vorgestellt. Diese sieht vor, dass die Offshore-Windenergiekapazität Europas von derzeit 12 Gigawatt (GW) bis 2030 auf mindestens 60 GW und bis 2050 auf 300 GW ausgebaut werden soll. Norwegen sieht sich dank der Erfahrungen aus fünf Jahrzehnten Öl- und Gasförderung in einer einzigartigen Position und will einen bedeutenden Teil des neuen Marktes erobern.

„Dieses Projekt ist wichtig und aktuell, um die richtigen Lösungen und neuen Technologien zu entwickeln, die profitable Offshore-Windenergie in Norwegen ermöglichen. Damit werden die Grundlagen für neue Konzepte, neue Arbeitsplätze und eine neue, international wettbewerbsfähige Zulieferindustrie gelegt“, sagt der Verantwortliche für Offshore-Wind bei Fred. Olsen Renewables, Lars Bender, der auch als Vorsitzender des Projektvorstands fungieren wird.

Über das norwegische Ocean Grid Projekt in der Nordsee
Das Projekt Ocean Grid Projekt in Norwegen soll neue Technologien, Kenntnisse und Lösungen entwickeln, um eine profitable Entwicklung von Offshore-Windenergie auf dem norwegischen Festlandsockel zu ermöglichen. An dem Projekt Ocean Grid sind aus dem Bereich Energieunternehmen und Entwickler die Firmen Equinor, Agder Energij, Aker Offshore Wind, Deep Wind Offshore, Hafslund Eco und Fred. Olsen Renewables beteiligt. Aus dem Sektor Lieferanten und Hersteller kommen Aibel, Nexans, AkerSolutions, DNV, Benestad, ABB und Hitachi ABB. Der Forschungssektor wird mit der norwegischen Forschungsorganisation Sintef, der technisch –naturwissenschaftlichen Universität Norwegens NTNU und der Universität Oslo UiO abgedeckt.

Das Projektvolumen beläuft sich auf 125,5 Mio. NOK (ca. 12,2 Mio. Euro), davon steuert das norwegische Ministerium 82,7 Mio. NOK bei. Die norwegische Regierung will über die „Green Platform“ schnelle Investitionen in grüne und nachhaltige Lösungen und Produkte ermöglichen. Die Grüne Plattform wurde im Mai 2020 als Teil des dritten Konjunkturpakets der Regierung in Norwegen als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie ins Leben gerufen.

© IWR, 2021


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03.09.2021

 



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