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Grüner Wasserstoff - Ørsted und Uniper starten strategische Partnerschaft

© Ørsted© ØrstedDüsseldorf, Hamburg - Die Energieunternehmen Uniper und Ørsted arbeiten künftig in Niedersachsen in einer strategischen Partnerschaft auf dem Gebiet der Dekarbonisierung des Industriesektors zusammen. Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet steht als Partner bereit.

Uniper, einer der größten Stromproduzenten Europas und internationaler Gashändler, und der dänische Offshore-Player Ørsted haben eine strategische Partnerschaft gestartet. Ziel ist es mit grünem Wasserstoff aus Offshore-Windstrom zur Dekarbonisierung des Industriestandortes Deutschland beizutragen. Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet unterstützt die Partnerschaft u.a. durch die Realisierung des Stromtransports an Land. Wilhelmshaven könnte sich zu einem Wasserstoffzentrum für Niedersachsen entwickeln und als Beispiel für ähnliche Projekte dienen.

Dekarbonisierung des Industriesektors mit grünem Wasserstoff im Fokus
In einer gemeinsamen Absichtserklärung (MoU) haben sich die Unternehmen Uniper und Ørsted dem Ziel verschrieben, Offshore Wind gemeinsam mit Wasserstoff in großem Stil zu entwickeln. Dies soll insbesondere durch eine systemdienliche direkte Integration von Wasserstoffproduktion aus Offshore-Windstrom am Standort Wilhelmshaven erfolgen.

Uniper hat 2020 mit der Entwicklung des Projekts „Wilhelmshaven Green Hydrogen“ begonnen. Voraussichtlich ab 2025 soll ein Elektrolysesystem mit einer Leistung von 70 Megawatt (MW) installiert werden, das bis 2030 auf 410 MW erweitert werden soll. Der für die Elektrolyse notwendige erneuerbare Strom soll perspektivisch aus Offshore-Windkraftanlagen von Ørsted kommen. Der Uniper Standort in Wilhelmshaven besitzt aufgrund der bestehenden Umspannstationen und der Küstennähe nach Einschätzung der Unternehmen alle notwendigen Voraussetzungen, um eine Schlüsselrolle in der Energiewende vor Ort einzunehmen. Durch die direkte Umwandlung von erneuerbarem Strom in grünen Wasserstoff können darüber hinaus etwaige Stromnetzengpässe vermieden werden.

Im Rahmen der Kooperation wollen Uniper und Ørsted auch CO2-freie Alternativen zur Stabilisierung von Stromnetzen sowie grüne Lösungen für Industriekunden mit einer hohen Liefersicherheit, auch bei möglichen Dunkelflauten, untersuchen.

„Deutschland und Europa müssen starke Industriestandorte bleiben - und zugleich die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen. Dafür brauchen wir „grüne Elektronen“ und „grüne Moleküle“. Durch die strategische Partnerschaft mit Ørsted haben wir genau das richtige Setup, um ökonomische und ökologische Ziele direkt vor Ort in Wilhelmshaven zu vereinen“, so Uniper Hydrogen CEO Axel Wietfeld über die Kooperation.

„Grüner Wasserstoff aus Offshore-Windstrom ist der Motor der deutschen Dekarbonisierung, denn er spielt eine Schlüsselrolle für die künftige Klimaneutralität. Daher benötigt der Industriestandort Deutschland weitaus mehr grünen Strom als bisher geplant. Ich freue mich sehr, dass wir mit Uniper einen Partner an der Seite haben, der mit uns die Erzeugung erneuerbaren Offshore-Windstroms weiter forciert und fördert, um die deutschen Klimaziele erreichen zu können“, ergänzt Ørsted Deutschland-Geschäftsführer Jörg Kubitza.

Energie- und Klimaschutzminister Lies setzt auf industriewirtschaftliche Effekte für Küstenregion
Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister Olaf Lies begrüßt die strategische Partnerschaft der Unternehmen. „Diese Allianz ist genau der richtige Schritt zum genau richtigen Zeitpunkt. Die großen Herausforderungen der Klima- und Energiewende löst man nicht im klein-klein, sondern in großen Kooperationen“, so Lies. Erzeugung, Transport sowie größtes Know-how im Stromsektor allgemein, im Gassektor im Speziellen und bei der Wasserstoff-Elektrolyse - diese Kooperation nehme das gesamte Energiesystem in den Blick von der Produktion bis hin zum im industriellen Maßstab nutzbaren Produkt.

„Dieser ganzheitliche Blick ist wichtig, denn Erzeugung und Bedarf sind nicht immer deckungsgleich. Die reine Stromproduktion ist daher nicht die alleinige Lösung. Erst die Umwandlung in sauberen Wasserstoff macht Strom speicherbar“, so Lies weiter. Da die Kombination aus Offshorewind-Produktion, Wasserstoff-Elektrolyse und Kavernen-Speicherung komplett in der Region rund um Wilhelmshaven möglich ist, setzt Lies auch auf die industriewirtschaftlichen Effekte, die aus der Kooperation für die niedersächsische Küstenregion resultieren. „Ergänzt um Wasserstoff-Importe wird die heimische Produktion so zur Chance für neue, industrielle Entwicklung, Investitionen in unsere Standorte und damit gute und sichere Industriearbeitsplätze der Zukunft“, so Lies.


© IWR, 2021


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