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Ostsee Windpark Arcadis Ost 1: Verschiffung der ersten Monopiles gestartet

© Parkwind / Steelwind Nordenham © Parkwind / Steelwind Nordenham Nordenham - Nach der Inbetriebnahme der Offshore-Windenergie Projekte Borkum II und Albatros in der Nordsee im Jahr 2020 ist der deutsche Offshore-Windenergie-Markt in eine Ausbaulücke gelaufen. Der Beginn der Verschiffung der ersten Monopile-Fundamente für den Offshore-Windpark Arcadis Ost 1 könnte eine Trendwende markieren.

Mit der Fertigstellung und Verschiffung der ersten Monopile Fundamente für den Ostsee-Offshore-Windpark Arcadis Ost 1 wurde in dem Projekt ein wichtiger Meilenstein erreicht. Der Windpark zeichnet sich durch innovative XXL-Monopiles aus, die von Steelwind Nordenham gefertigt werden. Die übrigen Monopiles für den Windpark sollen in den nächsten Monaten nach Roenne geliefert werden. Die Inbetriebnahme des Gesamtprojektes ist für 2023 geplant.

Installationsarbeiten in der Ostsee laufen an
Die ersten drei XXL-Monopiles für das Offshore-Windprojekt Arcadis Ost 1 in der deutschen Ostsee sind fertiggestellt und sind auf dem Weg in den Hafen von Roenne auf der dänischen Insel Bornholm. Dies ist der erste Satz von 28 Monopiles (27 WEA, 1 Umspannwerk - OSS), die in den nächsten Monaten nach Roenne transportiert werden, wo die Vorbereitungen für die Installation des Offshore-Windparks begonnen haben. Roenne ist Basis und Installationshafen für Arcadis Ost 1.

Die Herstellung der XXL-Monopiles begann im August 2021 im Steelwind-Werk Nordenham. Der Monopile für das Umspannwerk, der als einer der ersten transportiert wird, wiegt knapp über 2.100 Tonnen, hat eine Länge von 110 m und einen Durchmesser von 9,6 m. Damit ist er einer der größten Monopiles in der Geschichte der Offshore-Windenergie und der größte in Europa. Die WEA-Monopiles sind mit 2.000 Tonnen, 100 m Länge und einem Durchmesser von 9,4 m etwas leichter und kleiner.

„Mit dem erfolgreichen Verladen der ersten Monopiles läuft unser Installationsplan an. Nach mehr als zwei Jahren Vorbereitung, Planung und erfolgreicher Zusammenarbeit mit unseren Partnern erwarten wir ungeduldig den Beginn der Installationsarbeiten in der Ostsee“, so der Projektleiter von Arcadis Ost 1 Wim Verrept.

"Unser schwimmendes Installationsschiff Orion befindet sich in den letzten Vorbereitungen für das Arcadis Ost-Projekt und wird im Mai dieses Jahres bereit sein, diese gigantischen Monopiles mit einem Gewicht von 2.100 Tonnen zu installieren“, so DEME Offshore General Manager Bart de Poorter. Die Fähigkeit, Monopiles dieser Größe zu handhaben und zu installieren, werde eine große Rolle bei der weiteren Kostensenkung der Offshore-Windenergie spielen, so de Poorter weiter.

Die zur Dillinger Gruppe gehörende Steelwind Nordenham GmbH fertigt seit 2015 in Nordenham Monopiles und Transition Pieces und produziert nun auch einteilige Monopile-Gründungen mit Stückgewichten von bis zu 2.400 Tonnen. Die einteilige Monopile-Gründung ersetzt die bisherige Ausführung mit separatem Monopile und Übergangsstück, indem bestimmte Teile des Übergangsstücks in den Monopile integriert werden. Der Monopile kann dann eine Länge von bis zu 120 Meter aufweisen.

Facts zum Offshore-Windpark Arcadis Ost 1
Arcadis Ost 1 ist ein 257 MW-Offshore-Windpark, der in der deutschen Ostsee ca. 19 Kilometer nordöstlich vor der Insel Rügen errichtet wird. Arcadis Ost 1 wurde vom belgischen Projektentwickler Parkwind unter Beteiligung von PMV und der Ostsee Wind Energie GmbH, einer Projektgesellschaft der drei Partner Oberhessische Versorgungsbetriebe AG, Stadtwerke Bad Vilbel und WV Energie AG, entwickelt. Der Windpark soll 2023 in Betrieb gehen und so viel Ökostrom liefern, dass er das Äquivalent von bis zu 290.000 Haushalten versorgen kann. Der dänische Windturbinen-Hersteller Vestas wird für den Windpark insgesamt 27 Turbinen vom Typ V174-9,5 MW liefern. Nach der Installation wird Vestas auch den Service für Arcadis Ost 1 mit einem 15-jährigen Servicevertrag übernehmen. Die Turbinenkomponenten sollen ab dem dritten Quartal 2022 in den Hafen von Roenne geliefert werden. Die Offshore-Installation wird voraussichtlich Ende 2022 beginnen.

© IWR, 2022


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