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Keine Trendumkehr: Weltweite CO2-Emissionen steigen 2021 wieder

© Adobe Stock / Fotolia© Adobe Stock / FotoliaBrüssel, Belgien - Nach dem pandemiebedingten Rückgang im Jahr 2020 sind die weltweiten CO2-Emissionen 2021 im Zuge der wirtschaftlichen Erholung wieder deutlich gestiegen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien puffert einen noch stärkeren CO2-Anstieg ab.

Die weltweiten energiebedingten Kohlendioxidemissionen sind nach einer Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) im Jahr 2021 um 6 Prozent auf 36,3 Milliarden Tonnen (Mrd. Tonnen) angestiegen. Der deutliche Anstieg nach dem Rückgang während der Covid 19-Pandemie im Jahr 2020 ist auf den wieder deutlich steigenden Energieverbrauch zurückzuführen. Die Erholung der Energienachfrage im Jahr 2021 wurde zudem durch ungünstige Wetter- und Energiemarktbedingungen verstärkt, die dazu führten, dass mehr Kohle verbrannt wurde. Gleichzeitig verzeichnete die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen nach IEA-Angaben das größte Wachstum aller Zeiten.

Switch von Gas auf Kohle verstärkt Anstieg der CO2-Emissionen
Die CO2-Emissionen aus Kohle erreichten 2021 mit 15,3 Mrd. Tonnen nach der IEA-Analyse ein neues Allzeithoch. Die CO2-Emissionen aus Erdgas stiegen deutlich über das Niveau von 2019 auf 7,5 Mrd. Tonnen. Mit 10,7 Mrd. Tonnen blieben die CO2-Emissionen aus Öl aufgrund der begrenzten Erholung der weltweiten Transporttätigkeit im Jahr 2021, hauptsächlich im Luftverkehr, dagegen deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie.

Angetrieben wurde der Kohleverbrauch zur Stromerzeugung 2021 durch die hohen Erdgaspreise. Die Kosten für den Betrieb von Kohlekraftwerken in den USA und Europa seien 2021 über weite Strecken des Jahres erheblich niedriger als die von Gaskraftwerken gewesen. Durch die Umstellung von Gas auf Kohle stiegen die weltweiten CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung nach der IEA-Analyse um weit über 100 Millionen Tonnen.

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erreicht neuen Höchststand
Trotz des Wiederanstiegs des Kohleverbrauchs war der Anteil der erneuerbaren Energien und der Kernenergie an der weltweiten Stromerzeugung 2021 höher als der Kohleanteil. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien lag 2021 mit über 8.000 Terawattstunden (TWh) etwa 500 TWh über dem Niveau von 2020 und erreichte damit den nach IEA-Angaben bislang höchsten Wert.

IEA fordert Beschleunigung der Energiewende
Die Zahlen zum CO2-Anstieg machen deutlich, dass die globale wirtschaftliche Erholung von der Covid-19-Krise nicht der nachhaltigen Erholung entspricht, die IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol in den frühen Stadien der Pandemie im Jahr 2020 gefordert hatte. Die Welt müsse jetzt sicherstellen, dass der globale Emissionsanstieg im Jahr 2021 einmalig war, und dass eine beschleunigte Energiewende zur globalen Energiesicherheit und niedrigeren Energiepreisen für die Verbraucher beiträgt, fordert die IEA ein entschiedenes Gegensteuern.

© IWR, 2022


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10.03.2022

 



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