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Delisting: Außerordentliche Hauptversammlung von Siemens Gamesa stimmt Rückzug von der Börse zu

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Zamudio, Spanien - Im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung haben die Aktionäre von Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A. (SGRE) heute (25.01.2023) dem Antrag zugestimmt, das Unternehmen von den spanischen Börsen zu nehmen.

Der entsprechende Antrag wurde von 98,43 Prozent der Aktionäre gebilligt. Damit das Unternehmen tatsächlich von der Börse genommen werden kann, bedarf es noch der Genehmigung der spanischen Wertpapier- und Börsenaufsicht CNMV. SGRE wird nach der Genehmigung durch die CNMV voraussichtlich innerhalb des nächsten Monats von den spanischen Börsen genommen.

Das Delisting ist die Folge eines freiwilligen Barangebotes von Siemens Energy: Den Minderheitsaktionären von SGRE wurden 18,05 Euro pro Aktie in bar angeboten. Am Ende der Annahmefrist, die vom 8. November 2022 bis zum 13. Dezember 2022 lief, lag der Gesamtanteil von Siemens Energy an SGRE bei 92,72 Prozent.

Die SGRE-Aktionäre haben allerdings auch nach Ablauf der Annahmefrist die Möglichkeit, über einen sogenannten „Dauerauftrag“ (sustained purchase order) ihre SGRE-Aktien zum bisherigen Angebotspreis zu verkaufen. Das Angebot gilt noch so lange, bis die CNMV den Handel mit SGRE-Aktien als Vorstufe zum Delisting aussetzt.

Auf der Versammlung stimmten die Aktionäre allen Tagesordnungspunkten zu, einschließlich der Änderung der Satzung des Unternehmens, um sie an die Vorschriften für nicht börsennotierte Unternehmen anzupassen.

Siemens Gamesa wird die Anzahl der Mitglieder des Verwaltungsrats von zehn auf drei reduzieren, um die derzeitige Führungsstruktur zu vereinfachen und die Entscheidungsfindung zu straffen. Die Verwaltungsratsmitglieder Francisco Belil, Gloria Hernández, Harald von Heynitz, Maria Ferraro, Rudolf Krämmer und Mariel von Schumann, die im Dezember 2022 ihren Rücktritt eingereicht haben, werden Siemens Gamesa verlassen, sobald das Unternehmen von der Börse genommen wird. Der Vorstandsvorsitzende Christian Bruch und der CEO Jochen Eickholt werden dem neuen Vorstand weiterhin angehören, ebenso wie Anton Steiger, der als nicht-exekutives Mitglied des Vorstands fungiert.

„Die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen und der Turnaround haben bei Siemens Gamesa absolute Priorität. Jochen Eickholt und sein Team haben umfangreiche Veränderungen angestoßen und wir sehen erste positive Effekte. Der Rückzug von der Börse wird dem Unternehmen helfen, sich voll auf die Lösung der operativen Probleme zu konzentrieren“, begrüßt Christian Bruch, CEO von Siemens Energy und Non-Executive-Vorsitzender des Board of Directors von SGRE, das Voting der Aktionäre. Das sei wichtig, um Siemens Gamesa wieder auf Kurs zu bringen.

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25.01.2023