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DIW-Studie: Wirkung der Kaufprämie für Elektroautos reicht nicht

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Berlin - Bei den PKW-Neuzulassungen haben die Verbrennungsmotoren noch immer die Nase vorn, aber die Schere schließt sich sukzessive. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor.

Die Zahl der neu zugelassenen Elektro-Pkw steigt, die der Verbrenner sinkt. Ein Grund dafür ist die Kaufprämie von bis zu 9 000 Euro für Elektro-Pkw, die größtenteils der Staat und zu einem kleineren Teil der jeweilige Automobilhersteller den KäuferInnen zahlt.

Im Januar 2019 – also vor der ersten deutlichen Erhöhung der Prämie im November 2019 – war die Stromerquote unter den Neuzulassungen mit knapp zwei Prozent noch äußerst gering. Das entsprach gut 4 600 elektrisch betriebenen Pkw von 250 000 neu zugelassenen Automobilen in diesem Monat in Deutschland insgesamt.

Im Herbst 2021 kletterte die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos schon auf fas 30 000 Fahrzeuge und damit auf über 20 Prozent.

Allerdings bleib laut DIW der bisherige Zuwachs bei E-Autos weit hinter dem Tempo zurück, das zur Erreichung des im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgelegten Ziels von 15 Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen im Jahr 2030 nötig wäre. Dafür braucht es rein rechnerisch Monat für Monat im Durchschnitt rund 130 000 neue Elektro-Pkw – im Jahr 2021 wurden im Durchschnitt aber nur etwa 30 000 pro Monat neu zugelassen.

Damit die Ziele bei der Zahl der E-Autos erreicht werden können, müsste u.a. der Ausbau der Ladeinfrastruktur beschleunigt werden.

© IWR, 2022

13.04.2022