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Flächensuche für Windparks: Team der Uni Oldenburg setzt auf Künstliche Intelligenz

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Oldenburg - Ziel des Verbundvorhabens Windgiski unter Leitung der Universität Hannover ist es, mit Hilfe eines Geoinformationssystems (GIS) und Künstlicher Intelligenz (KI) aussichtsreiche Flächen für die Errichtung von Windenergieanlagen einfacher zu identifizieren. Das Projekt soll dazu beitragen, den Ausbau der Windenergie in Deutschland zu beschleunigen.

Ein Sozialwissenschaftliches Team der Arbeitsgruppe „Organisation & Innovation“ der Universität Oldenburg um Prof. Dr. Jannika Mattes erforscht dabei in einem kürzlich gestarteten Teilprojekt soziologische Einflussfaktoren und befasst sich mit gesellschaftlichen Hürden, die den Ausbau der Windenergie hemmen.

„Die sozialwissenschaftliche Forschung hat eine Vielzahl von individuellen und gesellschaftlichen Faktoren identifiziert, die die Legitimität von neuen Technologien wie Windkraftanlagen und die Akzeptanz von Windenergie-Projekten beeinflussen. Dazu zählen demografische Faktoren wie das Durchschnittsalter oder der Bildungsgrad der Bevölkerung, aber auch die Erfahrung einer Kommune mit der Windenergie oder das Vertrauen zu Projektentwicklern“, so Mattes. Aufgabe ihres Teams sei es, die wichtigsten Faktoren zu identifizieren und nachzuforschen, inwieweit passende Daten verfügbar sind. Diese sollen dann in das KI-Modell einfließen.

Im zweiten Schritt führt das Team umfangreiche sozialwissenschaftliche Fallstudien an mindestens sechs bereits abgeschlossenen Windenergie-Projekten durch. Dabei sollen einerseits „Best Cases“ analysiert werden, also Vorhaben, die besonders schnell und erfolgreich umgesetzt werden konnten. Andererseits befasst sich die Gruppe auch mit „Worst Cases“, d.h. Vorhaben, deren Umsetzung viele Jahre gedauert hat, die konfliktreich waren oder gar eingestellt wurden. Die dabei gewonnenen sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse sollen in die Entwicklung des KI-basierten GIS einfließen.

Dieses GIS soll dabei helfen, aussichtsreiche Flächen für neue Windenergie-Projekte leichter zu identifizieren. Zudem sollen Planungsunternehmen mit dem System herausfinden können, welche Hindernisse den Ausbau in spezifischen Flächentypen bremsen könnten. Für die Potenzialflächen soll es konkrete Handlungsempfehlungen für den Planungs- und Beteiligungsprozess geben, die zu einer höheren Akzeptanz führen könnten.

Das mit insgesamt zwei Millionen Euro durch das Bundesumweltministerium geförderte Verbundprojekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Insgesamt acht Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Verbände sind an dem Vorhaben beteiligt.

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14.04.2022