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Harmony Link: EU verbindet baltisches Energienetz mit dem Rest Europas

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Brüssel - Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf einen Vorschlag der Kommission zu Investitionen in neue Energieinfrastruktur geeinigt. Ziel ist es u.a., die Strommärkte Estlands, Lettlands, Litauens und Polens zu verbinden.

Die EU-Kommission hat grünes Licht für EU-Zuschüsse in Höhe von fast 1 Mrd. Euro gegeben. Der größte Betrag geht an das baltische Synchronisationsprojekt (720 Mio. Euro), um das baltische Energienetz mit dem Rest Europas zu verbinden. Präsidentin von der Leyen: „Dieses Projekt ist ein Meilenstein bei der Beendigung der Isolation des baltischen Energiemarktes. Der Großteil der Mittel wird für eine neue Verbindungsleitung in der Ostsee bereitgestellt. Und ich kann mir hierfür keinen besseren Namen als „Harmony Link“ vorstellen.“

Das neue Stromkabel verbindet Polen und Litauen über die Ostsee miteinander. Das Seekabel bildet einen Baustein für die Nutzung der Offshore Windenergie und das künftige Offshore-Stromnetz in der Ostsee. Mit der Finanzhilfe werden auch Investitionen in Stromrichteranlagen in Estland, Lettland und Litauen gefördert, teilte die EU mit.

Die restlichen rd. 280 Mio. Euro entfallen auf verschiedene Projekte, u.a. auf Vorhaben für intelligente Stromnetze in Ungarn und in der Slowakischen Republik, auf das niederländisch-belgische Vorhaben Porthos für ein CO2-Transportnetz, eine Erdgas-Verbindungsleitung zwischen Bulgarien und Serbien sowie auf das Vorhaben „North Sea Wind Power Hub. Mit dieser Studie soll die Entwicklung einer Drehscheibe für den Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee gefördert werden.

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09.10.2020